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Solaris: Größter E-Bus-Hersteller Europas

Bis zu 470 elektrische Busse gehen alleine in drei europäische Metropolen.

Immer beliebter: Solaris Urbino 18 wie hier mit Pantograf auf dem Dach. | Foto: Görgler
Immer beliebter: Solaris Urbino 18 wie hier mit Pantograf auf dem Dach. | Foto: Görgler
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Redaktion (allg.)
von Claus Bünnagel

Dank dreier Großbestellungen ist Solaris nach eigenen Angaben nun Spitzenreiter bei den gewonnenen Aufträge über elektrisch angetriebene Busse in Europa. Die elektrische Revolution auf dem Busmarkt fällt somit mit der langfristigen Strategie des Unternehmens zusammen, die Investitionen vor allem in die Entwicklung alternativer Antriebstechniken vorsieht. In den ersten Monaten des Jahres 2019 gewann der polnische Busbauer Großaufträge über die Lieferungen von Elektrobussen nach Berlin (BVG), Mailand (ATM) und Warschau (MZA). Insgesamt bis zu 470 Fahrzeuge aus dem Werk in Bolechowo werden in diese drei Großstädte ausgeliefert. Darüber hinaus gingen beim polnischen Omnibushersteller Bestellungen aus anderen europäischen Städten für 90 weitere elektrische Einheiten ein. In rund 25 % Ausschreibungen von europäischen Verkehrsbetreibern über E-Busse hatte er Erfolg.

3.500 Elektrobusse in Europa

Die europäische Flotte zählt heute ca. 3.500 Elektrobusse. Vor fünf Jahren waren es gerade einmal 240 Einheiten – also ein fast 15-faches Wachstum. Das ist ganz im Sinne der EU-Politik: Das Europäische Parlament setzte sich Ende 2018 das Ziel, dass 2025 rund 50 % der neu zugelassenen Stadtbusse elektrisch angetrieben werden sollen. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 75 % wachsen. 

Stromer nach Maß

Solaris bietet Verkehrsbetreibern, die ihre Flotten auf emissionsfreie Antriebe umstellen möchten, einen maßgeschneiderten Bus. Je nach Klima, Strecke, Auslastung der Linie oder Topografie des Geländes können elektrische Urbino-Busse eine variable Spezifikation aufweisen. Solaris bietet verschiedene Lösungen, was Länge, Ausstattung, Batterien wie auch Ladetechnologie oder notwendige Infrastruktur anbetrifft. Für den Antrieb kann ein asynchronischer Zentralmotor oder auch eine Elektroachse mit zwei integrierten Motoren sorgen. Verfügbar sind zwei Arten von Batterien: Solaris-High-Energy und -High-Power. 

Neue Batteriegeneration

Im Herbst wird eine neue Generation von Batterien vorgestellt: Solaris-High-Energy-Plus, deren max. Kapazität sich annähernd verdoppelt zur Vorgängerversion. Die Energiespeicher in den E-Bussen von Solaris können auf zwei Arten geladen werden: schnell, d.h. innerhalb von wenigen Minuten per Pantograf, oder langsamer über einen Plug-in-Anschluss, d.h. klassisch per Stecker. Interessant dabei ist, dass circa 65 % der Kunden, die elektrische Solaris-Busse gekauft haben, sich für die Ladung per Pantograf entschieden haben. Diese Ladelösung wird vom polnischen Busbauer favorisiert. Auf dem Busmarkt liegt das Verhältnis von Gelegenheits- und Depotchargern aber in etwa bei 50:50. 

Vorreiter

Seit Jahren ist Solaris Vorreiter unter Omnibusherstellern, die in die Entwicklung alternativer Antriebstechniken kräftig investieren. Knapp ein Jahrzehnt nach der Premiere im Jahr 2011 befördern die Urbino electric tagtäglich Tausende von Fahrgästen in 17 Ländern Europas. Auf dem virtuellen Kilometerzähler wurde bereits die Marke von 15 Mio.elektrischer Kilometer überschritten.

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