Solaris: 30 Urbino 18 electric rollen nach Dortmund

Die Gelenkstromer der polnischen Busschmiede sollen bis Ende 2022 anrollen – die Ladeinfrastruktur stellen die polnische Firma Ekoenergetyka und Omexom Frankenluk aus Deutschland.

Strom im Pott: Die Urbino 18 electric sollen ab März 2023 auf der stark frequentierten Linienverknüpfung 470-440-437 fahren, die auf ihrem über 300 km langen täglichen Einsatz von Mengede nach Sölde einmal die Stadt durchquert. | Foto: DSW21
Strom im Pott: Die Urbino 18 electric sollen ab März 2023 auf der stark frequentierten Linienverknüpfung 470-440-437 fahren, die auf ihrem über 300 km langen täglichen Einsatz von Mengede nach Sölde einmal die Stadt durchquert. | Foto: DSW21
Johannes Reichel
von Martina Weyh

Die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) haben im Rahmen ihres Projekts „StromFahrer“ 30 Solaris Urbino 18 electric Gelenkbusse bestellt, die Ende dieses Jahres geliefert und nach einem „intensiven Probebetrieb“ ab März 2023 auf Linie gehen sollen. Rund 24 Mio. Euro haben die Dortmunder in die Hand genommen, um ihren Einstieg in die Elektromobilität zu finanzieren, 13,6 Mio. Euro an Fördergeldern hat das Bundesumweltministerium beigesteuert. Weitere Fördermittel in Höhe von rund 4,2 Mio. Euro könnten nun noch vom Land NRW dazu kommen, teilt das Verkehrsunternehmen mit. Für die notwendige Ladeinfrastruktur sorgen das polnische Unternehmen Ekoenergetyka und Omexom Frankenluk aus Deutschland.

„Wir sind dem Einstieg in die Elektromobilität in Dortmund einen großen Schritt nähergekommen. Mit Solaris, Ekoenergetyka und Omexom Frankenluk haben wir nun starke Partner an der Seite, die in der Branche einen hervorraenden Ruf genießen und über einen großen Erfahrungsschatz verfügen. Mit ihrer Unterstützung wird unsere Busflotte, die bereits zu den modernsten des Landes zählt, in puncto Klimafreundlichkeit einen großen Schritt vorwärts machen und dabei auch den Lärm- und Schadstoff-Ausstoß in Dortmund weiter reduzieren“, so Hubert Jung, DSW21-Verkehrsvorstand.

Einsatz ab März 2023 auf stark frequentierten Linien

Die für den künftigen Einsatz ausgewählten stark frequentierten und miteinander verknüpften Linien 470, 440 und 437 queren die Ruhrmetropole auf ihrem über 300 km langen täglichen Parcour von Mengede nach Sölde – besonders viele Fahrgäste können so Elektromobilität hautnah erleben, heißt es in der Pressemitteilung.

Tanken auf dem Betriebshof

Betankt werden die Elektro-Gelenkbusse auf dem Betriebshof in Brünninghausen, der liegt passenderweise an den befahrenen Streckenabschnitten. Die Stadtwerke setzen auf ein zentrales Lade-Konzept, einmal täglich sollen die im Einsatz befindlichen Stromer dort gegen einen frisch aufgeladenen Bus ausgetauscht werden. Bevor es aber losgeht, muss „auch der Betriebshof in Brünninghausen, auf dem die E-Busse stationiert sein werden, aufwendig auf die Ankunft vorbereitet werden“, so DSW21-Projektleiter Karl Naundorf.

„Stromversorgung, Ladepunkte, Werkstätten mit Dacharbeitsplatz, Abstellflächen und nicht zuletzt Schulungen für Hunderte Mitarbeitende in Werkstatt und im Fahrdienst im Umgang mit E-Bussen – all das und noch viel mehr haben wir in diesem Jahr auf dem Plan“, beschreibt Naundorf die Aufgaben.

Die Urbino 18 electric werden mit langlebigen und leistungsstarken Solaris High Energy-Batterien mit einer Kapazität von über 600 kWh bestückt – eine Nachladung auf Strecke ist deshalb nicht notwendig ­ die Reichweite soll mindestens 200 km betragen.

Klimatisierung

Für den Wärmekomfort wird eine effiziente und umweltfreundliche Klimaanlage mit CO2-Wärmepumpe sorgen. Die Steuerung der Klimaanlag ist so ausgelegt, dass die Temperatur im Innenraum in Abhängigkeit von der Außentemperatur geregelt wird, sodass der Innenraum stets wohltemperiert ist. Das trägt nach Angaben von Solaris zur Energieeffizienz des Fahrzeugs bei und wirkt sich positiv auf die Reichweite der Elektrobusse aus.

Sicherheit

Mit an Bord der Solaris Urbino 18 electric ist das Fahrerassistenzsystem Mobil Eye Shield+. Es erkennt Radfahrer und andere bewegliche Objekte im toten Winkel und vor dem Fahrzeug und warnt den Fahrer bei potenziellen Gefahrensituationen optisch und akustisch.

Weitere Details

Zur weiteren Ausstattung der Elektro-Gelenkbusse gehören USB-Ladebuchsen, ein Fahrgastinformationssystem und eine umweltfreundliche LED-Beleuchtung.

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