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Skoda wertet Enyaq auf

Die überarbeitete, ab November produzierte Generation bietet mehr Leistung und Reichweite – der Zusatz iV entfällt.

Viel mehr Power, Reichweite und Ladetempo: Der neue Enyaq, der ab November 2023 in Produktion geht. | Foto: Skoda Auto
Viel mehr Power, Reichweite und Ladetempo: Der neue Enyaq, der ab November 2023 in Produktion geht. | Foto: Skoda Auto
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Gregor Soller

Optisch kann man den gelifteten Enyaq kaum von den Vorgängern unterscheiden, die immer noch frisch aussehen. Skoda änderte ein paar Logos und Schriftzüge und ließ den „iV“ entfallen. Die Varianten unterscheiden sich äußerlich künftig nur noch durch die Zahl in der Modellbezeichnung respektive durch ihre „RS“- oder „Laurin & Klement“-Embleme.

Wichtiger: Bei Antrieben und Akkus legte man massivst nach! Neue Elektromotoren mit höherem Drehmoment und die dadurch machbaren längeren Getriebeübersetzungen sorgen für mehr Power, eine geänderte Zellchemie für mehr Reichweite.

VW legt bei MEB nach: Mehr Leistung und Reichweite – bis zu 563 km beim Enyaq 85

Die Produktion der 2024er-Modelle soll ab Anfang November 2023 starten. Die neuen Versionen Enyaq 85 und Enyaq 85x ersetzen dann die bisherige 80er-Reihe, das Gleiche gilt für die Coupé-Variante. Die geänderte Bezeichnung deutet auf das Leistungsplus hin, das auf neue Elektromotoren an der Hinterachse und ein verbessertes Batteriemanagement zurückgeht. Dank dieser Optimierungen verfügen die Fahrzeuge des neuen Modelljahrs über eine größere Reichweite sowie eine verbesserte Gesamtladegeschwindigkeit.

Massiver Leistungssprung von 150 auf bis zu 210 kW in den „Standard-Versionen“

Der Enyaq 85 soll jetzt mit einer Batterieladung bis zu 563 Kilometer im WLTP-Zyklus zurücklegen, real dürften davon im schlechtesten Fall immer echte 400 km übrig bleiben – ein deutliches Plus gegenüber dem Vorgänger. . . Das Aufladen von 10 auf 80 Prozent der Kapazität soll im Idealfall in 28 Minuten klappen. Diese Verbesserung gilt auch für das Enyaq Coupé, dessen WLTP-Reichweite auf bis zu 573 Kilometer steigen soll.

Der Elektromotor an der Hinterachse der 2024er-Modelle jetzt eine Spitzenleistung von bis zu 210 kW (286 PS) – bisher beschied man sich mit 150 kW (204 PS). Der Enyaq 85 sprintet fortan in 6,7 Sekunden auf 100 km/h und damit fast zwei Sekunden flotter als bislang.

Großer Hub auch beim Schnellladen: Jetzt mit bis zu 175 kW!

Auch die Allradvariante Enyaq 85x profitiert von dem 210-kW-Antrieb, der in diesem Fall ein Plus von 15 kW (20 PS) darstellt. Aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt der x in 6,6 Sekunden. Die SUV-Version des 85x kommt mit einer Akkuladung bis zu 536 Kilometer weit, das Coupé 85x bringt es auf bis zu 545 Kilometer. Beide Versionen können mit bis zu 175 kW schnellladen, sodass ein Nachladen von 10 auf 80 Prozent der Kapazität auch hier in 28 Minuten erledigt ist. Hier hilft optimierte Zellchemie der Batterie mit verbessertem Thermomanagement. Sie erlaubt eine höhere maximale Ladegeschwindigkeit, die auch für den Enyaq RS gilt. Jaromír Mendl aus dem Enyaq-Produktmarketing erklärt zudem:

„Eine wichtige neue Funktion für das Modell 2024 des Enyaq 85 und alle darüber angesiedelten Modellversionen ist die Möglichkeit, die Batterie vorzuwärmen. Wenn der Nutzer die Route zu einer HPC-Schnellladesäule im Navigationssystem eingibt, startet sie automatisch, der Fahrer kann sie aber auch manuell im Infotainmentsystem des Fahrzeugs aktivieren.“

Enyaq RS jetzt mit 250 kW (340 PS)

Der powert künftig mit bis zu 250 kW (340 PS) und sprintet binnen 5,5 Sekunden auf 100 km/h. Die SUV-Version kommt nun bis zu 537, das RS-Coupé bis zu 543 Kilometer weit nach WLTP, womit auch hier im schlechtesten Fall immer noch um die 400 Kilometer reale Reichweite geboten werden. Keine Differenz gibt es beim Topspeed, das bei allen Modellen bei 180 km/h abgeregelt wird.

Darüber hinaus erhalten der aufgewertete Enyaq 85 und alle weiteren Modellversionen zahlreiche Neuerungen. Zum Beispiel neu angeordnete Bedienknöpfe und eine automatische Verriegelungsfunktion, die das Fahrzeug verschließt, sobald sich der Fahrer mit dem Schlüssel entfernt. Das neue Feature ist mit dem „Clever“-Paket und weiteren Paketen erhältlich.

Das neue Infotainment soll intuitiver zu bedienen sein.

Vom Enyaq 85 aufwärts verfügt das Infotainmentsystem jetzt über die neue Software-Version 4.0, die unter anderem eine komplett neue Bedienoberfläche einführt. Sie soll intuitiver zu bedienen sein, außerdem lassen sich alle Fahrzeugfunktionen noch einfacher regeln – teils im Direkteinsprung. heißt es. Das virtuelle Kombiinstrument und Head-up-Display weisen ebenfalls die neue Grafik auf. Die digitale Sprachassistentin Laura soll die Spracheingaben der Nutzer jetzt besser verstehen, zur Kontrolle sehen diese ihre Befehle in Echtzeit auf dem Infotainmentdisplay.

Was der aufgewertete Enyaq kostet, ist noch nicht bekannt. Aktuell bietet Skoda die SUV-Version ab 44.200 Euro an, die Coupé-Variante ab 51.150 Euro brutto.

Was bedeutet das?

Bei der Vorstellung des künftigen Skoda-Produktportfolios war der Enyaq mit dabei: Er bleibt das Elektro-SUV der Mittelklasse: Unter ihm werden zwei, über ihm noch ein weiteres SUV stehen, alle elektrisch. Dazu kommt eine Kombilimousine im Octavia-Format. Die Sprünge des MEB sind erstaunlich. Schade nur, dass auch der Enyaq damit schneller und reichweitenstärker, aber eher nicht bezahlbarer wird.  

 

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