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Skoda startet Superb-Produktion in Bratislava

Skoda hat im modernisierten Volkswagen-Werk in Bratislava mit der Serienfertigung der vierten Superb-Generation begonnen. Zunächst ist nur der Combi an der Reihe, die Limousine folgt Mitte nächsten Jahres.

Auch der Superb startet als Kombi, die Limousine folgt 2024. Im gleichen Werk entsteht der neue Passat. | Foto: Skoda Auto
Auch der Superb startet als Kombi, die Limousine folgt 2024. Im gleichen Werk entsteht der neue Passat. | Foto: Skoda Auto
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Gregor Soller

Skoda hat die Superb-Produktion von Tschechien in die Slowakei umgezogen. Klingt ein bisschen wie der Umzug von einer VW-Produktion von Niedersachsen nach Bayern, dahinter steht aber strategische Verlagerung: Durch die Umsiedlung der Produktion in die Slowakei werden im tschechischen Werk Kvasiny die Kapazitäten für den Octavia erhöht. Im Gegenzug rollen am Standort Mladá Boleslav zusätzliche Einheiten batterieelektrischer Modellreihen vom Band.

Der Umzug ist Teil des „Beta+“-Projekts, das Synergien im Produktionsverbund nutzt und die Effizienz steigert. Skoda verantwortet nicht nur die Entwicklung des Superb, sondern auch des neuen VW Passat, die beide auf der gleichen Produktionslinie gefertigt werden. Andreas Dick, Skoda Auto Vorstand für Produktion und Logistik, sagt dazu:

„Die Einführung einer neuen Modellgeneration ist jedes Mal ein besonderer Moment für das gesamte Team. Das gilt insbesondere für den neuen Superb, der im Rahmen des Projekts Beta+ unter der Federführung von Skoda gemeinsam mit dem Volkswagen Passat entwickelt wurde. Dieses Projekt sowie die gelungene Verlagerung der Superb-Produktion nach Bratislava zeugen von der hohen Kompetenz und dem Know-how bei Skoda. Mit der nächsten Generation unseres erfolgreichen ICE-Flaggschiffs heben wir große Synergieeffekte für den Volkswagen Konzern. Mein herzlicher Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen, die mit großem Engagement an diesem Projekt mitgewirkt haben.“

Vorteil Bratislawa: Es ist ein Presswerk vor Ort was lange Wege spart

Die Produktion des Skoda Superb in der Slowakei beginnt mit den Karosserieteilen. Sie werden überwiegend vor Ort in Bratislava gepresst und anschließend in die neue Karosseriewerkstatt gebracht. Die leerstehende Halle wurde im Rahmen des Projekts Beta+ grundlegend überarbeitet.

Weiterhin installierte Skoda Auto in weniger als zwei Jahren über 500 hochmoderne Roboter und Steuerungssysteme sowie Klebevorrichtungen und holte Zulieferer an Bord. Auch die Montagehalle wurde umfangreich umgebaut: Die Fertigungsstraße, auf der die neuen Modelle nahtlos in die bestehenden Produktionslinien für Volkswagen und Skoda Fahrzeuge integriert wurden, wurde bisher nicht für die Herstellung von Plug-in-Hybridfahrzeugen genutzt.

Die Modernisierung der Montagehalle umfasst unter anderem die Installation von Automatisierungs- und Handling-Technologien, Industriekamerasystemen sowie weitere umfangreiche Neuerungen entlang der gesamten Fertigungslinie. Zudem wurde der Bereich für die Fertigung der Bodengruppen so erweitert, dass sich nun auch Batterien für Modelle mit elektrifiziertem Antriebsstrang montieren lassen.

Auch die Lackiererei wurde umweltfreundlich modernisiert

Auch in der Lackiererei des Werks in Bratislava wurden weitreichende Anpassungen vorgenommen, die auf die Schonung der Umwelt abzielen: In den neuen Lackierkabinen kommen moderne Umluftsysteme zum Einsatz, zudem ist es möglich, flüchtige organische Verbindungen abzuscheiden – ein weiterer Schritt zu einer noch umweltfreundlicheren Produktion.

Was bedeutet das?

Mit dem Presswerk und der Lackiererei gehört Bratislawa im Volkswagen-Konzernverbund noch zu den ziemlich komplett eingerichteten Werken. Früher waren Gießerei und Presswerk fast überall Standard, doch diese energieintensiven Schritte werden mehr und mehr an einzelnen Standorten konzentriert. Man darf gespannt sein, wie das neue Duo Passat/Superb angenommen wird.

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