Skoda Enyaq Coupé kommt auch als RS

Auch Skoda stellt dem Enyaq ein Coupé zur Seite, das es in diversen Varianten gibt – auch als 220 kW starken RS. Sein größtes Problem: Die Lieferfristen. Die dürften sich bis 2023 hinziehen.

Der 220 kW starke RS wird das Topmodell sein. | Foto: Skoda Auto
Der 220 kW starke RS wird das Topmodell sein. | Foto: Skoda Auto
Gregor Soller

Bei Skoda hat das Coupé anders als bei VW ID.4 respektive 5 weniger Kofferraumvolumen als das Standardmodell: 570 statt 585 Liter nennt Skoda, das Gesamtvolumen nannte man noch nicht – es wird wegen der flacheren Dachlinie aber nicht an die 1.710 Liter des Standard-Enyaq heranreichen. Das Coupé baut außen einen Millimeter flacher und vier Millimeter länger als das SUV. Bei der Anhängelast ziehen beide Allrad-Versionen bis zu 1.200 Kilogramm bei 12 Prozent Steigung, bei den Hecktrieblern bleibt es bei maximal 1.000 Kilogramm.

Elegant soll das Coupé immer auftreten: Deshalb spendierte ihm Skoda den beleuchteten Frontgrill namens „Crystal Face“ in Serie. Aber im Gegensatz zum VW ID.5, der dezent höher positionierten Coupé-Version des ID.4, spreizt Skoda das Angebot breiter. So bieten die Tschechen ihr SUV-Coupé auch mit dem 60er Akku an, also der 58 kWh großen Batterie. Diese Version gibt es mit einem 132 kW starken Heckmotor. Der große 77-kWh-Akku ist im Enyaq Coupé mit dem 150 kW starken Heckantrieb oder als 195 kW Allrad erhältlich. Topmodell wird das Skoda Enyaq Coupé RS iV mit 220 kW.

Die Ladeleistung dürfte auch hier dezent steigen: Die genaue kW-Zahl nennt Skoda zwar nicht, das Enyaq Coupé 80 iV soll aber in 29 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden können – was wie beim VW ID.5 auf eine verbessert Ladekurve und der Spitzenleistung auf 135 statt 125 kW hindeutet. Die beiden Allrad-Versionen sollen für den gleichen 10 bis 80-Prozent-Schnellladevorgang 36 Minuten benötigen. Auch die WLTP-Reichweiten gab Skoda bekannt. Mit 545 Kilometern schafft das Coupé elf mehr Kilometer als das SUV in der Praxis könnte es etwas weniger sein.

Hauptproblem des schicken Coupé dürfte die Verfügbarkeit sein: Denn im September nannte Skoda-CEO Thomas Schäfer noch 70.000 Bestellungen für den Eynaq. Ausgeliefert hat Skoda aber 2021 nur rund 44.700 Einheiten. Die Chipkrise lässt grüßen. Wer heute bestellt, wird wahrscheinlich ohnehin erst 2023 beliefert – egal, ob er das Coupé ordert oder den Standard-Enyaq.

Was bedeutet das?

Als Coupé ist der Enyaq eleganter als das Grundmodell - und bietet etwas mehr Reichweite, wird dafür aber teurer. Man darf gespannt sein, wann Skoda in welchem Umfang liefern kann.

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