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Signal gekappt: Diebstahlschutz bei Keyless go

ADAC und ÖAMTC deckten in einem Test Diebstahlrisiken bei Autos mit Keyless Go auf, die vom Funksignal herrühren. Ein System zur Funksignalunterdrückung im Autoschlüssel soll dagegen helfen.

 

Nomen est omen: Die Modelle von Land Rover (hier der neue Defender) werden gern gestohlen - und bieten jetzt eine Funksignalunterdrückung beim Keyless-Go-Schlüssel. | Foto: Land Rover
Nomen est omen: Die Modelle von Land Rover (hier der neue Defender) werden gern gestohlen - und bieten jetzt eine Funksignalunterdrückung beim Keyless-Go-Schlüssel. | Foto: Land Rover
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Gregor Soller

Dass Briten Sicherheit wichtig ist, sieht man nicht nur an den zahllosen Kameras, die im ganzen Land mittlerweile Alles filmen, sondern auch an den Produkten von Jaguar Land Rover, die sich nicht so einfach knacken lassen. Womit die britischen Modelle zu den wenigen Ausnahmen gehörten, denn nur vier von 273 Fahrzeugmodellen mit Keyless Go-System ließen sich nicht knacken. Zu diesem Ergebnis kam eine Sicherheitsstudie, die der ADAC gemeinsam mit dem Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) durchgeführt hat.

Möglich wird das vergelichsweise einfache und beschädigungsfreie Diebstahlmanöver mittels handelsüblicher Antenne und Empfängergerät: Damit lässt sich das Funksignal des beim Eigentümer liegenden Autoschlüssels verstärken und teils über mehrere hundert Meter bis zum Fahrzeug weiterleiten, sodass es einfach geöffnet und auf Knopfdruck gestartet werden kann. Auf diese Weise werden meist teure Oberklassewagen ohne Brechwerkzeug und sichtbare Schäden innerhalb weniger Minuten entwendet. Die meisten Lösungen zum Diebstahlschutz wie Rad- und Lenkradrallen müssen vom Fahrzeughalter bisher aufwendig installiert werden.

Um den Aufwand zu reduzieren und die Sicherheit zu erhöhen, bietet die Firma Pamack den „Keyless Defender“ an: Der Chip, in den ein Bewegungssensor integriert ist, wird innerhalb kürzester Zeit im Autoschlüssel verbaut. Der Einbau gestaltet sich dabei so einfach wie ein Batteriewechsel. Sobald der Schlüssel drei Minuten ruhig liegt, unterdrückt der Chip das Funksignal. Dadurch sind Diebe nicht mehr in der Lage, das Funksignal abzufangen – das Öffnen und Starten des Wagens wird somit unmöglich; weitere Sicherheitsmaßnahmen sind nicht nötig. Wird der Schlüssel bewegt, sendet er wieder wie gewohnt Funksignale aus.

Wichtig: Die Batterie im Schlüssel wird dabei nicht vom Chip beeinträchtigt; die Laufzeit bleibt gleich. Ebenso wenig sind aufwendige Installationen im Fahrzeug selbst notwendig. Der Keyless Defender ist in drei Größen erhältlich und deckt damit alle gängigen Modelle verschiedener Marken ab. Für den Chip wurde erst kürzlich ein Patent angemeldet. Er kann direkt über das zuständige Autohaus bezogen und dort eingebaut werden, was weder für den Fahrzeugbesitzer noch das Autohaus einen zeitlichen Mehraufwand bedeutet.

Was bedeutet das?

Gern werden Autos dann geklaut, wenn der Schlüssel nachts ruhig im Schränkchen hängt oder irgendwo herumliegt. Pamack schaltet den Schlüssel jetzt ab und kappt so dessen Signal zum Auto. Eine einfache, aber effektive Möglichkeit.

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