Siemens und Mahle beschließen Zusammenarbeit beim kabellosen Laden

Die Unternehmen beabsichtigen die technische Zusammenarbeit. mit dem Ziel, induktive Ladesysteme zu standardisieren.

Einfach mit dem Stromer drüber Parken - und das Laden kann beginnen.| Foto: Siemens
Einfach mit dem Stromer drüber Parken - und das Laden kann beginnen.| Foto: Siemens
Thomas Kanzler

Siemens und der Stuttgarter Automobilzulieferer Mahle wollen im Bereich des induktiven Ladens von Elektrofahrzeugen zusammenarbeiten. Beide Unternehmen haben hierzu eine Absichtserklärung unterzeichnet.

"Kabelloses Laden von Elektrofahrzeugen entwickelt sich gerade zu einem wichtigen Zukunftsmarkt. Neben einer deutlichen Erleichterung für die Fahrer, die nicht mehr mit Kabeln und Steckern hantieren müssen, ist es eine entscheidende Voraussetzung für künftige autonome Mobilität. Dabei ist die Übertragungseffizienz beim kabellosen, induktiven Laden vergleichbar mit Stecker-basierten Systemen", sagte Stefan Perras, Leiter Vorentwicklung und Innovation für Ladeinfrastruktur bei der Siemens AG.

Bestandteil der anvisierten Kooperation sind zum einen abgestimmte Standardisierungsbemühungen in den relevanten Vornormungs- und Normungsgremien. Das Ziel ist dabei, offene Lücken zu schließen und so die volle Interoperabilität zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur zu gewährleisten. Weiterhin ist ein enger Austausch bei der Entwicklung eines induktiven Gesamtladesystems für Elektrofahrzeuge angedacht. Mahle möchte seine langjährige Erfahrung als Automobilzulieferer und Siemens seine Expertise im Bereich Ladeinfrastruktur einbringen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Siemens einen starken Partner gefunden haben, um das induktive Laden kraftvoll voranzubringen. Die geballte Erfahrung beider Unternehmen verschafft uns im Wettbewerb einen klaren Vorteil“, sagte Harald Straky, Vice President für die globale Entwicklung im Bereich Mechatronik und Elektronik bei Mahle.

Beide Parteien streben zudem ausführliche Interoperabilitäts- und Kreuztests zwischen der Ladeeinrichtung am Fahrzeug (Sekundärspule) sowie der Ladeinfrastruktur (Primärspule) an. Dies soll der der technischen Verbesserung und Validierung induktiver Ladesysteme von Elektrofahrzeugen dienen und die Interoperabilität sicherstellen.

Die konkrete Umsetzung der Tests soll unter anderem auch im Rahmen öffentlich geförderter Projekte stattfinden. Als Komplett-Anbieter für eMobilitäts-Ladeinfrastruktur bietet Siemens eMobility AC- und DC-Ladehardware sowie Software und Services – von privaten über gewerbliche bis hin zu Depotanwendungen.

„Durch die Kernkompetenz von Siemens in den Bereichen Smart Buildings und Smart Grids sind wir einzigartig positioniert, um die Bedürfnisse unserer Kunden mit umfassenden Lösungen zu erfüllen und sie bei Entwicklung, Installation und dem Management nachhaltiger Ladelösungen für eine bessere Zukunft zu unterstützen“, so Perras.

 

Was bedeutet das?

Kabelloses Laden ist ein weiterer Baustein, die E-Mobilität attraktiver zu machen. Das Laden wird uin den nächsten Jahren noch schneller werden, die Reichweite der Akkus steigen und sich das Laden über Induktion etablieren – wer will da noch einen Verbrenner?