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Siemens liefert Ladestationen für E-Busse nach Dänemark

Siemens hat mit Movia, der größten Verkehrsbehörde Dänemarks einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Ladestationen mit einem absenkbaren Stromabnehmer für Elektrobusse unterzeichnet.

Auch Hamburg nutzt bereits Ladetechnik von Siemens. | Foto: Siemens
Auch Hamburg nutzt bereits Ladetechnik von Siemens. | Foto: Siemens
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Gregor Soller

Siemens elektrifiziert Busse in Dänemark: Siemens bietet Schnellladestationen (High Power Charger, HPC) mit Leistungen von 150kW, 300kW oder 450kW an. Fünfundvierzig Kommunen, darunter die Stadt Kopenhagen in der Hauptstadtregion Dänemark und die Region Seeland, könnten die Vorteile dieses Vertrags nutzen. Der Dreijahresvertrag umfasst die Installation, Inbetriebnahme, Baumaßnahmen und das Siemens-Fernüberwachungssystem eBus Cloud. Der Vertrag ist einer der größten Rahmenverträge für das eBus-Geschäft von Siemens. Er wird durch einen Servicevertrag mit einer Laufzeit von sechs Jahren ergänzt. Der Servicevertrag ist wichtig, da die Bereitstellung des erforderlichen Service Levels sich nicht selten als Schwachpunkt beim Testen von Elektrizität als Treibstoff in größerem Maßstab erwiesen hat.

2017 stimmten sich fünfundvierzig Gemeinden und zwei Regionen von Seeland darin ab, bis 2030 eine CO2-neutrale Busbeförderung im Rahmen des Mobility-Plans 2016 von Movia anzustreben. Insgesamt werden jährlich mehr als 215 Millionen Fahrgäste befördert. Die Stadt Kopenhagen will 2025 zudem die erste CO2-neutrale Stadt der Welt werden. Die Umstellung auf Elektrobusse in Kopenhagen, wo jährlich fast 100 Millionen Fahrgäste mit dem Bus unterwegs sind, hilft, die Partikel- und Lärmverschmutzung sowie die CO2-Emissionen durch öffentliche Busse zu vermeiden.

An ausgewählten Busbahnhöfen gibt es Ladestationen, die die Elektrobusse über einen an einem Mast angebrachten, absenkbaren Stromabnehmer mit Energie versorgen. Das Batterie-Management-System des Elektrobusses steuert den Ladevorgang nach dem Standardprotokoll ISO15118 per W-LAN. Der in der internationalen Norm DIN EN 61851 definierte Pilotkontakt ermöglicht zudem eine manuelle Steuerung des Ladevorgangs, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Der Ladevorgang wird eingeleitet, wenn der Elektrobus am Lademast ankommt und eine W-LAN-Verbindung aufgebaut wird. Der Bus hält unter dem Masten, um die Batterien aufzuladen. Sobald der Fahrer die Feststellbremse aktiviert hat, wird der Ladevorgang automatisch gestartet und der vierpolige Stromabnehmer mit dem Bus verbunden. Die Busse sind mit Ladeschienen auf dem Dach über der Vorderachse jedes Elektrobusses ausgestattet. Sobald der Fahrer die Feststellbremse löst, wird der Ladevorgang gestoppt, der Stromabnehmer wird automatisch nach oben gefahren und der Bus kann abfahren.

An den HPC-Stationen sollen die Akkus innerhalb von vier bis sechs Minuten während regulärer Haltezeiten aufgeladen werden können, so dass sie einen ganzen Tag im Linienbetrieb arbeiten können. Der Offboard High Power Charger erhöht die Flexibilität des eBus-Services. Er lädt die Batterie gerade so weit auf, dass der Bus von einer Haltestelle zur nächsten oder zur nächsten Ladestation gelangt. Da sich die Busse nur wenige Minuten an der Ladestation aufhalten, eignet sich der Offboard High Power Charger sehr gut für den Hochfrequenzbetrieb, da die Ladeinfrastruktur von mehreren Bussen pro Stunde genutzt werden kann, selbst wenn sie von verschiedenen Herstellern stammen. Darüber hinaus hat Siemens Onboard-Schnittstellen für den Bus entwickelt.

Was bedeutet das?

Durch das Produktangebot aus einer Hand garantiert Siemens ein vollständig interoperables Ladesystem, das Busse verschiedener Hersteller an ein und derselben Ladestation mit Strom versorgen kann. Ausgewählte Buslinien in Hamburg, Stockholm und Göteborg, Drammen und Oslo sowie in Montreal sind bereits mit der neuesten Siemens‑Lade-Technologie ausgestattet.

 

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