Siemens launcht Ladedienst mit DCS

Für den leichteren Einstieg in elektrifizierte Flotten bieten Siemens Smart Infrastructure und Digital Charging Solutions Flottenbetreibern Zugang zu einem europaweiten Ladenetz.

Flottenbetreiber sollen durch das "Enterprise Charging Network" die Organisation und Verwaltung einer elektrifizierten Flotte simple und transparet bewältigen können, und das europaweit. | Grafik: DCS/Siemens
Flottenbetreiber sollen durch das "Enterprise Charging Network" die Organisation und Verwaltung einer elektrifizierten Flotte simple und transparet bewältigen können, und das europaweit. | Grafik: DCS/Siemens
Redaktion (allg.)

Die Siemens-Konzernsparte Smart Infrastructure und der Münchener Ladenetzdienstleister Digital Charging Solutions (DCS) haben eine Kooperation für ein Flottenladenetz geschlossen. Erklärtes Ziel der Kooperation zwischen Siemens Smart Infrastructure und Digital Charging Solutions (DCS) ist es, Flottenbetreibern den Umstieg auf Elektromobilität einfacher und übersichtlicher zu machen und so auch die Akzeptanz und Verbreitung zu fördern. Der erste Schritt sei mit dem Ladedienst „Enterprise Charging Network“ getan. Damit sollen Fahrer:innen laut Unternehmen standortunabhängig und einheitlich laden können, sowohl am Ladenetz vor der eigenen Tür als auch an 190.000 öffentlichen Ladepunkten in 21 europäischen Ländern.

Vereinfachte Verwaltung für Flottenmanager:innen

Der Service der Zusammenarbeit biete so eine durchgängige Lösung für das Laden, vereinheitlicht das Ladeerlebnis für die Fahrer:innen und reduziert den Aufwand für die Flottenmanager:innen. Die Abrechnung erfolge überall gleich, durch eine integrierte monatliche Rechnung im Flottenportal. Das steigere zusätzlich die Transparenz über alle Vorgänge. Als größter Ladenetzwerkanbieter Europas bringt DCS entsprechendes Know-how über Ladeinfrastruktur, deren Ausbau und Potenzial mit sich. Die Kooperation versteht man als zukunftsweisend, wirbt man weiter. Siemens sei ein wichtiger Player in der Technologie-Branche, der verschiedene Bereiche wie Ladeinfrastruktur, dezentrale Energieerzeugung und Gebäudetechnik miteinander koppeln könne.

"Die Verknüpfung von Elektrofahrzeugen und smarter Infrastruktur hört nämlich nicht an der Ladestation auf. Während Siemens die passende Technik und Services für das Laden am Arbeitsplatz und zu Hause liefert, sorgen wir als Kooperationspartner für ein ständig wachsendes öffentliches Ladenetzwerk", erklärt Markus Bartenschlager, Managing Director der Digital Charging Solutions GmbH.

Gemeinsam will man alle Ladevorgänge, egal ob unterwegs, am Arbeitsplatz oder zuhause integrieren und Unternehmen eine einfache, sichere und komfortable Ladelösung für ihre Mitarbeiter und ermöglichen gleichzeitig die Use Cases von morgen bieten, so die Ansage.

Erst der Anfang

Weitere Projekte und Lösungen sind vorgesehen. Der Technologiekonzern will hier an die Entwicklungen des eigenen Ladeinfrastrukturportfolios des letzten Jahres anknüpfen. Die Herausforderungen bei der Elektrifizierung von Unternehmensflotten seien vielfältig. Neben dem Management und der Wartung der Hardware, gehe es vor allem darum, das Laden und alle damit verbundenen Prozesse so einfach wie möglich zu gestalten.

"Das Laden von Firmenflotten muss so einfach sein wie das Laden eines Smartphones. Zusammen mit Digital Charging Solutions haben wir es geschafft, einen Ladeservice zu launchen, der genau das ermöglicht“, proklamiert Jean-Christoph Heyne, Head of Future Grid bei Siemens Smart Infrastructure.

Potenzial sieht er darin, zusammen mit DCS und seinen Original Equipment Manufacturer (OEM)-Partnern auch an fahrzeugintegrierten Services zu arbeiten. Flottenfahrer:innen bräuchten eine einheitliche User Experience, sei es bei der Nutzung der Lade-App am Smartphone oder bei fahrzeugintegrierter Anwendung, plädiert Heyne weiter. Nur so würden Unternehmen, die umfangreiche Flotten betreiben, langfristig eine größere Rolle bei der Verbreitung von Elektromobilität spielen, glaubt der Manager.

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