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Siemens Gamesa – Windräder für New York

Der Windkraftanlagen-Spezialist Siemens Gamesa kündigte an, Produktionsanlagen und Zulieferbetriebe im Bundesstaat New York anzusiedeln, sollte der deutsch-spanische Konzern den Zuschlag für Offshore-Windanlagen bekommen.

Siemens Gamesa will Windkraftanlagen vor der Küste New Yorks errichten.| Foto Siemens Gamesa
Siemens Gamesa will Windkraftanlagen vor der Küste New Yorks errichten.| Foto Siemens Gamesa
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Thomas Kanzler

Die geplante Anlage soll im Hafen von Coeymans angesiedelt werden. Sie würde bis zu 420 direkte Arbeitsplätze schaffen, einen erheblichen Anstieg der indirekten Arbeitsplätze unterstützen und eine Investition von rund 500 Millionen Dollar in der Region bedeuten. Siemens Gamesa sagte nun zu, eine große Produktionsanlage für Offshore-Gondeln im Bundesstaat New York zu bauen, sofern die Windturbinen des Unternehmens von den New Yorker Behörden in ihrer dritten Ausschreibung für Offshore-Windenergie ausgewählt werden.

Produktion von Bauteilen der Offshore Windräder vor Ort

Siemens Gamesa verpflichtet sich außerdem, mehrere neue Zulieferbetriebe anzusiedeln, unter anderem für die Herstellung von Stahlkomponenten, Lagern und Verbundwerkstoffkomponenten, was die weitere Entwicklung eines nachhaltigen Ökosystems der lokalen Lieferkette demonstriert. Dies könnte dazu beitragen, die Zahl der durch die Anlage geschaffenen Arbeitsplätze zu verdoppeln.

New York erwartet, mindestens 2 GW Offshore-Windenergie zu beschaffen und bis zu 4,7 GW in dieser dritten Beschaffungsrunde, um insgesamt 9 GW Offshore-Windenergie zu erreichen. Dies ist ein wesentlicher Teil des Ziels der Vereinigten Staaten, bis 2030 30 GW Offshore-Windenergie zu realisieren.

Erfahrung bei Großprojekten

Siemens Gamesa verfüge laut Unternehmenssprecher über umfangreiche Erfahrungen, große Produktionsanlagen zu errichten, um die wachsende Nachfrage nach Offshore-Windenergie zu befriedigen. Dazu hat sich der Windkraftanlagen-Konzern einen Standort in der Hauptstadtregion des Bundesstaates gesichert. Zudem wurden bereits fortgeschrittene technische Pläne und 3D-Visualisierungen entwickelt. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie erweitert werden kann, um ihre langfristige Entwicklung zu gewährleisten.

„Die Ankündigung dieser geplanten Anlage in New York ist ein großer Schritt nach vorn in unserem Bestreben, den riesigen US-Offshore-Windmarkt anzuführen. Wir freuen uns über die Gelegenheit, die uns der Bundesstaat New York bietet, um unsere Produktionskapazitäten weiter auszubauen. Wir können auf eine solide Geschichte zurückblicken, wenn es darum geht, unsere Verpflichtungen auf der ganzen Welt zu erfüllen, einschließlich der Errichtung von Offshore-Windkraftanlagen in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Taiwan und dem Vereinigten Königreich. Die zahlreichen wirtschaftlichen, beschäftigungspolitischen und ökologischen Vorteile der Offshore-Windenergie werden durch eine solide Politik und Rahmenbedingungen verstärkt, die für den finanziellen Erfolg entscheidend sind", sagte Marc Becker, CEO des Offshore-Geschäfts von Siemens Gamesa.

Die geplante Anlage und das Zulieferernetzwerk in New York würden Komponenten für alle Offshore-Windkraftprojekte von Siemens Gamesa entlang der Ostküste der USA liefern. Das geplante Werk für Offshore-Windturbinengondeln in New York unterstreiche laut Siemens Gamesa das Engagement und die strategischen Pläne des Konzerns für die Produktion und die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten. Sie sei Teil des integrierten Plans des Unternehmens, die Lieferkette für Offshore-Windkraftanlagen an der Ostküste der USA zu lokalisieren.

Stürmische Zeiten für die Windkraftanlagen-Hersteller

Die Windenergiebranche steht derzeit unter Druck. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich die Aussichten bald bessern könnten. Allerdings profitieren vor allem Hersteller aus China von der sich erholenden Wirtschaftslage.

„In den letzten Jahrzehnten hat sich China zu einem wichtigen Player im Bereich der Erneuerbaren Energien entwickelt", meint Cristian von Angerer von der schweizer Investitions-Beratungs-Gesellschaft Inyova.Chinesische Unternehmen produzieren und verkaufen mittlerweile fünfmal mehr Windturbinen pro Jahr als Produzenten aus der EU.“

Was bedeutet das?

Aktuell bläst der Wind stürmisch bei Siemens Gamesa. Die Probleme bei der Windkrafttochter sorgen für einen kräftigen Verlust bei Siemens Energy – im letzten Jahr verbuchte der Energietechnikkonzern einen Fehlbetrag von 598 Millionen Euro. Auch bei Großprojekten wie jetzt in New York muss sich die Siemens Energy Tochter auf Gegenwind aus dem Osten gefasst machen.

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