Shell Eco-Marathon: Neue Rekorde in Sachen Effizienz!

Auch die 2019er-Ausgabe des Shell Eco-Marathon stellt wieder neue Effizienzrekorde auf und demonstriert in der Boxengasse, wie es aussähe, wenn Europa und die Anrainerstaaten am Bosporus und aus Nordafrika zusammenarbeiten würden.

In Weybridge bei London fallen die Rekorde. | Foto: G. Soller
In Weybridge bei London fallen die Rekorde. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Genau das passiert hier nämlich: Wenn einem Team ein passender Schraubenschlüssel oder eine Verbindungslasche fehlt, hilft man sich gegenseitig. Wir sind mit dem „Chef“ der Veranstaltung, Normann Koch, durch die Boxengasse gegangen und haben den Teams über die Schulter geschaut. Und obwohl der Rahmen 2019 eine Idee bescheidener Ausfällt, meldeten sich abermals mehr Teams, als Shell zulassen konnte. „Das Thema Effizienz ist noch relevanter geworden.“ Von den insgesamt 160 europäischen und afrikanischen Teams, die 2019 am Shell Eco-marathon in London teilnehmen, kommen 12 aus Deutschland und eines aus Österreich. Die Österreicher setzen bereits ganz und gar auf alternative Antriebe. Bei den Deutschen sind es acht Teams, die mit einem Elektroantrieb antreten – entweder mit Batterie oder Brennstoffzelle. Die übrigen vier Mannschaften wollen zeigen, dass beim Verbrennungsmotor das Effizienzpotential noch nicht ausgeschöpft ist.

Mittlerweile kommt man mit einem Liter Sprit bis zu 2501,2 Kilometer weit! Sofern man sich liegend in eine Zigarre zwängt, die den Körper wie eine zweite Haut umspannt. Elektrisch kommt man mit einer Kilowattstunde 883,3 Kilometer weit und aus einem Kubikmeter Wasserstoff kann man bis zu 937,5 Kilometer holen. Deutlich bescheidener fallen die Werte dann bei den größer bauenden „Urban Concepts“ mit Tür und Beleuchtung aus, die näher an einem theoretischen Serienauto wären: Hier käme man mit einem Liter Sprit immerhin noch 446,7 Kilometer weit, eine Kilowattstunde Strom würde für 234,3 Kilometer reichen und ein Kubikmeter Wasserstoff trägt einen über 242,5 Kilometer.

„Die beste Energie ist immer noch die, die man nicht braucht“, meint der studierte Elektrotechniker Koch dazu, der die Veranstaltung auch nach 20 Jahren noch mit Feuer und Flamme begleitet und sich selbst über immer neue Rekorde freuen kann. Es gehe auch nicht darum, hier Sprit oder Energie von Shell zu verkaufen, sondern zu sehen, wie effizient man diese nutzen kann.

Was bedeutet das?

Der Shell Ecomarathon bleibt auch nach Jahren spannend und stellt immer wieder neue  Effizienzrekorde auf. Was heißt: Da geht noch was – auch in der Autoindustrie – wenn neue Pkw diese Vorteile nicht durch permanentes Wachstum in Größe und Leistung wieder aufzehren würden.

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