Shell Eco-Marathon: Erste Sieger stehen fest

Am Abend wurden die Gewinner der Urban Concepts ermittelt und bekanntgegeben.

Zig Freunde sollt ihr sein: Die Siegerteams DTU Roadrunner und Green Team Twente. Sie gewannen bei den Kategorien Verbrenner und Wasserstoff.| Foto: G. Soller
Zig Freunde sollt ihr sein: Die Siegerteams DTU Roadrunner und Green Team Twente. Sie gewannen bei den Kategorien Verbrenner und Wasserstoff.| Foto: G. Soller
Gregor Soller

Es war wieder ein heißer Kampf, im wahrsten Sinne des Wortes: Und wer nicht gewann, konnte immerhin lernen. Ideal war eine Kombination aus Beidem. Doch Gewinner waren irgendwie alle, denn die Stimmung bei der Preisverleihung brachte lauten Jubel für alle Nominierten.

Bei den Urban Concepts wurden die drei Sieger der drei Kategorien Brennstoffzelle, Elektro und Verbrenner bekanntgegeben. Bei der Brennstoffzelle gewann das Green Team Twente den Wettbewerb: Pro Kubikmeter Wasserstoff kam man 242 Kilometer weit. Es folgten das Team Aalborg Energy (214 Kilometer pro Kubikmeter) und knapp dahinter das Team HAN Hydromtive (mit 212 Kilometer pro Kubikmeter).

Bei den Batterielektrikern lag Frankreich vorn: Es gewann TIM UPS Insa aus Toulouse mit 234 Kilometern pro Kilowattstunde, gefolgt von Isen Toulon /SCS, wo man mit einer Kilowattstunde 192 Kilometer weit gekommen wäre. Bronze ging hier an die evangelische Schule Neuruppin: Ihr Stromer wäre mit einer Kilowattstunde 186 Kilometer weit gekommen.

Bronze holten Deutschland auch bei den Verbrennern: Hier wäre der „Schluckspecht“ aus Offenburg mit einem Liter Sprit 270 Kilometer weit gekommen. Davor lag das LyceeLouis Delage, wo man mit einem Liter Sprit 339 Kilometer gefahren wäre. Die Sieger, die DTU Roadrunners, haben einem Liter Sprit gar 429 Kilometer abgetrotzt – obwohl sie nur zwei Wertungsläufe hatten. Interessant: Die Sieger fuhren mit Ethanol, die Zweiten mit Benzin und der Schluckspecht mit Diesel. Womit der Verbrauch in dem Fall nicht von der Kraftstoffart abhängt.

Was bedeutet das?

Wenn das Package stimmt, kann man mit Benzin weiter kommen als mit Diesel – und mit Ethanol gar noch weiter – doch hier wird um wirklich um Tropfen gekämpft. Und da ist Organisator Normann Koch heilfroh, dass man mittlerweile saubere Messverfahren zur Ergebnisermittlung hat – wie gesagt – jedes Tröpfchen respektive Strömchen respektive Kubikmillimeterchen zählt!

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