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Seat produziert Methan aus Biomüll

Hersteller beteiligt sich an EU-Projekt Life Landfill Biofuel, um erneuerbares Gas aus kommunalen Deponien zu produzieren und sieht großes Potenzial für den regenerativen Kraftstoff.

Kreislaufwirtschaft: Seat arbeitet mit an einem Projekt zur Gewinnung von Methan aus städtischen Deponien. | Foto: VW
Kreislaufwirtschaft: Seat arbeitet mit an einem Projekt zur Gewinnung von Methan aus städtischen Deponien. | Foto: VW
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Johannes Reichel

Die spanische Volkswagen-Tochter Seat hat seine Beteiligung an dem kürzlich von der Europäischen Kommission genehmigten Projekt Life Landfill Biofuel bekannt gegeben. Ziel sei es dabei, erneuerbares Gas aus kommunalen Deponien zu gewinnen. Das bis 2023 angesetzte Projekt wird in den nächsten vier Jahren gemeinsam mit anderen Partnern entwickelt und verfügt über ein Gesamtbudget von 4,3 Mio. Euro, von denen die Europäische Kommission 55 Prozent übernehmen wird.

"Dieses Projekt wird es uns ermöglichen wird, bei der Entwicklung und Erforschung von Biomethan als Kraftstoff voranzukommen. Unser oberstes Ziel ist es, die CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus von Fahrzeugen hinweg umweltverträglich zu gestalten", unterstrich Andrew Shepherd, verantwortlich für die Projekte des Herstellers im Bereich erneuerbare Energien.

Die Europäische Union wird die Menge der Siedlungsabfälle, die bis 2035 deponiert werden können, auf zehn Prozent begrenzen. Die Umwandlung von Abfällen in Fahrzeug-Biokraftstoff sei eine Lösung für diese ökologische Herausforderung, an der man mit einer Reihe spanischer Partner arbeite, schilderte der Anbieter weiter. "In Europa gibt es fast eine halbe Million Deponien, so dass die Erforschung zur Umwandlung in eine Energiequelle eine große unternehmerische Chance darstellt", glaubt man bei Seat. Gleichzeitig würden auch die Emissionen eingeschränkt werden. In diesem Sinne sieht man ein großes Potenzial für die Erzeugung von Herkunftsnachweisen von Biometha. Damit einher gehe die Möglichkeit, diese als Zertifikate für Energien aus alternativen Quellen zu handeln.

Die spanische VW-Tochter sieht sich als der europäische Automobilhersteller mit dem breitesten Angebot an CNG-Fahrzeugen. Im Jahr 2018 hatte das Unternehmen seinen Umsatz mit CNG-Fahrzeugen verdreifacht und angekündigt, die tägliche Produktion von gasbetriebenen Fahrzeugen von 90 auf 250 zu erhöhen. Darüber hinaus fungiert man im Konzern als Kompetenzzentrum für die technologische Entwicklung von komprimiertem Erdgas als alternativem Kraftstoff.

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