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Seat plant Profi-E-Scooter

Die VW-Tochter startet in ein komplett neues Marktsegment

Seat hat mit seinem neuen E-Scooter vor allem Flotten und Profianwendungen im Blick. | Foto: Seat
Seat hat mit seinem neuen E-Scooter vor allem Flotten und Profianwendungen im Blick. | Foto: Seat
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Gregor Soller

Zweiräder sind eher weniger das Kerngeschäft des VW-Konzerns. Zwar gehört Ducati zum Markenportfolio, das aber eher aus einer Laune des Ex-CEO Piech heraus. Synergien? Wohl kaum. Trotzdem wagt sich Seat jetzt mit einem eigenen E-Scooter an den Start. Die Konzeptstudie dazu bietet laut dem spanischen Autohersteller ein innovatives Beleuchtungskonzept, praktische Konnektivitätslösungen und eine schicke Optik. Hauptzielgruppe sind Sharing-Flotten. Ab 2020 will Seat also auch Scooter bauen. Francesca Sangalli, Leiterin der Abteilung Color & Trim bei SEAT, räumt auch ein:

„Für uns als Automobildesigner war es zunächst eine große Herausforderung, ein Fahrzeug zu entwerfen, das eine ganz neue Zielgruppe ansprechen soll.“

Der neue e-Scooter eignet sich zwar für alle Zielgruppen, wurde aber laut Seat vor allem für Sharing-Flotten entwickelt. Deshalb werden robuste Materialien eingesetzt, etwa eine Gummierung an den seitlichen Stoßfängern. Die strategische Platzierung der Bauteile gewährleistet einen einfachen Austausch im Falle einer Beschädigung. Der Sattel bietet genügend Stauraum für zwei Helme, während zwei USB-Anschlüsse und eine Smartphone-Halterung dem Fahrer ermöglichen, auch unterwegs vernetzt zu bleiben.

Mehr Sicherheit: Fluoreszierende Elemente erhöhen die Erkennbarkeit

Eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr stand bei der Konzeptstudie im Vordergrund. Schwarz als Grundfarbe, wird durch auffällige Elemente in fluoreszierendem Weiß akzentuiert. Francesca Sangalli erklärt dazu:

„Diese intensive Farbe, die wirklich ins Auge sticht, haben wir nur an markanten Stellen aufgebracht. Sie macht den e-Scooter für andere Fahrer gut sichtbar und sorgt so für mehr Sicherheit.“

Viele Ideen übertrug man auch aus er Welt des Autos: Ein neues Beleuchtungssystem umspannt Front und Heck. Und Seats E-Scooter bietet als Erster dynamische Blinkleuchten, die bei Motorrädern bisher nicht zum Einsatz gekommen sind. Gefertigt werden soll der Seat-Scooter in Barcelona. Unter allen europäischen Metropolen findet man in der katalanischen Hauptstadt laut Hersteller nämlich den größten Anteil an Motorradfahrern im Stadtverkehr.

Die Reichweite im WLTP-Zyklus soll bis zu 115 Kilometer betragen, die Topleistung entspricht mit 11 kW einem 125er-Roller und von 0 auf 50 km/h soll es in 3,8 Sekunden gehen. Der Topspeed beträgt 100 km/h. Die Kosten für eine Aufladung betragen laut Seat 0,70 Euro pro 100 Kilometer.

Was bedeutet das?

Mit dem E-Scooter für Flotten wagt sich Seat weit hinaus aus dem Stammgeschäft – nutzt aber gezielt die Freiheiten, eben kein klassischer Zweiradproduzent zu ein, aber trotzdem in der Zweiradmetropole Barcelona agieren zu können. Und theoretisch kann man den Roller mit optischen Änderungen auch als VW oder Skoda anbieten.

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