Scooter-Sharer Voi erstmals mit Gewinn

Rote Roller, aber (erstmals) schwarze Zahlen: Der schwedische E-Scooter-Verleiher Voi hat im Juni 2020 erstmals Monatsgewinne auf Konzernebene

Zum Gewinn trug auch der neue Scooter Voiager 3X bei - hier in London, wo man ab sofort starten möchte. | Foto: Voi
Zum Gewinn trug auch der neue Scooter Voiager 3X bei - hier in London, wo man ab sofort starten möchte. | Foto: Voi
Gregor Soller

Trotz Corona und einer weitgehenden Einstellung des Betriebes im Frühjahr hat jetzt auch der Scooter-Verleiher Voi erstmals schwarze Zahlen geschrieben, in weniger als zwei Jahre nach der Gründung. Mittlerweile bietet Voi seine E-Scooter in elf Ländern und 40 Städten an. Ab 2021 soll dann übers ganze Jahr eine schwarze Zahl geschrieben werden. Im kommenden Jahr will Voi komplett profitabel arbeiten. Nach eigenen Angaben hat Voi eine „solide finanzielle Grundlage“ und erwirtschaftete sogar einen „double digit“ also zweistelligen Gewinn. Aktuell bereitet man den Marktstart in Großbritannien vor.

Die Erwartungen übertroffen haben soll der neue Roller Voiager V3X mit austauschbaren Batterien. Mathias Hermansson, CFO and Deputy CEO of Voi Technology freut sich, dass mit ihm die täglichen Lade-, Logistik- und Reparaturkosten pro Roller um mehr als 50 Prozent gesenkt werden konnten. Gleichzeitig sei die Betriebseffizienz durch Investitionen in digitale Infrastruktur weiter verbessert worden.

Auch die Investoren scheinen Voi treu zu bleiben: Für den Start in Großbritannien hat sich Voi eine weitere Finanzierung von 30 Millionen Dollar von bestehenden und neuen Investoren sichern können.

Angeführt wurde die jüngste Finanzierungsrunde von der Investmentfirma VNV Global. Hermansson erklärt:

„Die Bilanz dieses Jahres setzt gute Vorzeichen für unsere Expansion nach Großbritannien, wo die Regierung die Einführung von E-Scootern in Städten im ganzen Land beschleunigt hat, um kurzfristig Mobilität mit geringem Infektionsrisiko zu ermöglichen. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Wochen entsprechende Lizenzen erhalten werden und bereiten uns auf einen baldigen Start vor.“

Was bedeutet das?

Für die letzte Meile sind E-Scooter gerade in Pandemiezeiten eine interessante Alternative für den Individualverkehr geworden. Positiv ist in jedem Fall, dass Voi von der jetztigen Nachfrage profitiert und es bereits geschafft hat, schwarze Zahlen zu schreiben. Auch dank eines nachhaltigeren Modells mit tauschbaren Akkus.

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