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Scooter: Niu startet mit Ultraleicht-Pedelec-Roller

Auf der Eicma in Mailand präsentiert der expandierende chinesische E-Rollerspezialist seine komplette Bandbreite bis hin zu einer auf 39 kg abgespeckten UM-Version, die an der Schnittstelle zwischen E-Bike und Roller rangiert.

Antriebssache: Der UM lässt sich mit per Pedalunterstützung oder rein elektrisch bewegen. | Foto:
Antriebssache: Der UM lässt sich mit per Pedalunterstützung oder rein elektrisch bewegen. | Foto:
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Johannes Reichel

Der chinesische Rollerspezialist Niu stellt auf Europas größter Zweiradmesse EICMA 2018 in Mailand seine aktualisierte Produktpalette vor. Sämtliche Roller der Marke werden in Zusammenarbeit mit Bosch, Panasonic und Vodafone gebaut. Die nächste Generation von "intelligenten E-Rollern" sollen speziell für den europäischen Verbraucher entwickelt sein. Die Modelle NGT und M+ werden nach NIUs erster globaler Vorverkaufskampagne auf Indiegogo.com eingeführt. Der NGT und der M+ werden von einem 3000-Watt- bzw. 1200-Watt-Bosch-Motor mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h angetrieben. Dank einer der hohen Reichweite sollen sie eine Woche lang in der Stadt mit nur einer einzigen Akku-Ladung fahren können.

Im Vergleich zu den Modellen der N-Serie und der M-Serie, zeichnet sich der UPro durch ein einfacheres Design und eine leichtem 60 kg Komplettgewicht aus, das von Pendlern in der Stadt bevorzugt wird. Das Modell ist mit einem 800-Watt-Bosch-Motor, schlüsselloser Zündung, einem Motorenschloss am E-Motor und einem abnehmbaren, fünf Kilogramm schweren Panasonic Lithium-Ionen-Akku ausgestatte und kostet ab 1.899 Euro. Der Hersteller stellt erstmals auch die abgespeckte Variante des UPro vor, den U-Mini (UM). Der UM wiegt 39 kg und soll ein "leichteres" und "freieres" Handling ermöglichen. Ausgestattet mit identischer Technik und der gleichen Batterie wie im UPro soll der Leicht-Roller den Kompromiss zwischen einem Elektroroller und einem E-Bike darstellen, auch dank einer innovativen Pedalerie: Zwischen dem fixen UM-Pedal und dem Fahrpedal kann beliebig umgeschaltet werden. Der UM ist in China erhältlich, soll aber auch in Europa kommen.

Sharing-Fuhrparks im Blick, Cargo-Variante für Lieferdienste

NIU expandiert zusätzlich in den B2B-Markt mit dem N-Sharing-Roller. Der N-Sharing-Roller verfügt über die gleichen Spezifikationen wie die NIU N-Serie, ist jedoch mit zwei Panasonic 60V 29Ah Batterien ausgestattet, die zusammengenommen eine Leistung von 3,48 kW ermöglichen. Die Software von NIU ist optimiert, um mit den Flottenmanagementprogrammen der Branche zu arbeiten, darunter Fleetbird, Invers und Vulog. Seit 2017 ist NIU an mehreren Austauschprojekten mit zahlreichen Unternehmen in verschiedenen Ländern und Städten beteiligt, darunter GoUrban in Wien, Movo in Madrid (gegründet von Cabify) und Scooty Brüssel und Antwerpen (gegründet von Europcar).

Ebenfalls auf gewerblichen Einsatz zielt der N-Cargo, eine überarbeitete N-Serie, die neu entwickelt wurde, um die wachsende Lieferdienstbranche zu unterstützen. Mit einer neu verstärkten Heckkastenhalterung ermöglicht der N-Cargo die notwendige Geschwindigkeit und Leistung. "Dies ist das erste Mal, dass NIU seine völlig neue Produktbandbreite auf einer einzigen Veranstaltung in Europa präsentiert. Wir haben unsere gesamte Produktpalette mitgebracht, um Erkenntnisse und Feedback über italienischen und europäischen Mobilitätsbedürfnisse zu sammeln", erklärt Token Hu, Vizepräsident F&E bei NIU Technologies.

Was bedeutet das?

Es ist schon erstaunlich, was das junge chinesische Unternehmen in gerade mal vier Jahren auf die Räder gestellt hat. Und ebenso imposant, wie zügig und stringent das Unternehmen nachlegt und dabei etablierte Partner wie Bosch, Panasonic und Vodafone mit ins Boot holt. So wird die urbane Mobilität neu erfunden, und zwar zu einem für alle erschwinglichen Preis. Wir sind gespannt, wann der clever konzipierte UM nach Europa kommt.

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