Schweden: Jeder vierte Neuwagen ist elektrifiziert

Der Gesamtmarkt war im Juni Corona-bedingt 21,3 Prozent schwächer als im vergleichbaren Vorjahresmonat, doch Stromer und PHEV erreichen einen höheren Anteil denn je.

In Schweden steigen die absoluten Zahlen elektrifizierter Fahrzeuge trotz Corona-Krise gegenüber 2019 signifikant an. | Foto: Drahomir Posteby-Mach/Unsplash
In Schweden steigen die absoluten Zahlen elektrifizierter Fahrzeuge trotz Corona-Krise gegenüber 2019 signifikant an. | Foto: Drahomir Posteby-Mach/Unsplash
Gregor Soller

Auch Schweden hat seit Jahresbeginn ein neues Bonus-Malus-System, das elektrifizierte Antriebe fördert und sich auf die Neuzulassungen niederschlägt. Von den insgesamt 26.058 Neuzulassungen im Juni 2020 waren 1.706 rein elektrische Modelle und 4.696 Plug-in-Hybride, was einem Marktanteil von rund 6,6 respektive 18 Prozent entspricht. Zusammen schaffen die elektrifizierten Modelle so 24,6 Prozent Marktanteil, während es im Mai noch knapp über 20 Prozent waren.

Und trotz Corona-Krise wurden absolut gesehen mehr Stromer verkauft als 2019. Im ersten Halbjahr 2020 wurden insgesamt 9.310 Elektroautos neu zugelassen, rund zehn Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bei den Die Plug-in-Hybriden spürt man deutlich den Ausbau der Programme beim Marktführer Volvo, aber auch bei den anderen Automarken: Sie schafften in den ersten sechs Monaten 2020 insgesamt 23.413 Neuzulassungen – 115 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum!

Bei den rein elektrischen Modellen dominieren auch in Schweden die „üblichen Verdächtigen“: Im ersten Halbjahr 2020 führte Teslas Model 3 das Ranking mit 1706 Neuzulassungen vor dem Renault Zoe landete mit 1.137 Neuzulassungen an. Das „Podium“ komplettiert der Audi e-tron mit bisher 1.073 Zulassungen.

Was bedeutet das?

Auch in Schweden stellt man stark auf elektrifizierte Antriebe um, wobei das Bonus-Malus-System greift und das Land zu den reichen Nationen gehört: Laut dem Branchenverband „BIL“ könne bis Jahresende sogar ein Anteil von rund 30 Prozent erreicht werden, was elektrifizierte Antriebe angeht. Dazu müsse man diese Antriebe aber weiter fördern (beim Plug-in-Hybrid solle es für das Altfahrzeug bis zu 25.000 Kronen - rund 2.400 Euro – geben). Das solle laut BIL dann in Übereinstimmung mit dem bestehenden Bonus-Malus-System skaliert werden, um die saubersten Fahrzeuge zu fördern und so en Nutzen der Prämie zu erhöhen. Es bleibt festzustellen: Auch Schweden scheint mit seinem weniger radikalen Weg als Norwegen auf dem richtigen Pfad Richtung elektrifizierte Antriebe zu sein.

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