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Schaeffler bringt Getriebe für elektrische Antriebe in Serie

Schaeffler und Audi kooperieren nicht nur in der Formel E, sondern auch beim e-tron, der als erster das neue Getriebe für elektrische Antriebe nutzt.

Die Motor-Getriebe-Kombination des E-Tron im Werk Brüssel: Die Getriebe dafür stammen von Schaeffler. | Foto: Audi
Die Motor-Getriebe-Kombination des E-Tron im Werk Brüssel: Die Getriebe dafür stammen von Schaeffler. | Foto: Audi
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Gregor Soller

Schaeffler schaltet in Sachen Elektromobilität einen Gang hoch und startet jetzt die Serienfertigung von Getrieben für Elektromobilität. Eingesetzt werden sie im Audi e-Tron, womit Schaeffler wie in der Formel E mit den Ingolstädtern zusammenarbeitet. Entwickelt und produziert wird es in Herzogenaurach und Bühl. Erhältlich ist das Getriebe sowohl in achsparalleler als auch in koaxialer Form. Beide Varianten kommen im e-Tron zum Einsatz:  Die koaxiale Variante sorgt für Hinterradantrieb, das Zuschalten der achsparallelen Variante auf der Vorderachse ermöglicht den Allradantrieb. Herzstück des Ganzen ist der von Schaeffler entwickelte Planetenradsatz mit einem hochintegrierten Stirnraddifferential. Mit dem elektrischen Allradantrieb sollen die beiden E-Maschinen für gute Fahrleistungen und agiles Handling sorgen. Bewegt sich der Audi E-Tron im normalen Straßenverkehr, erfolgt der Antrieb über die Hinterachse. Wird mehr Energie benötigt, zum Beispiel für schnelle Beschleunigung, wird das achsparallele Antriebssystem der Vorderachse zugeschaltet.

Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung sind immer Gewicht und Bauraum – bei gleichzeitig starken Kräften, die auf das Getriebe wirken. Und da konnte Schaeffler den axialen Bauraumbedarf auf 150 Millimeter beschränken, trotzdem lässt es ein Eingangsmoment von 400 Newtonmeter bei einem Gewicht von 16 Kilogramm zu. Das Konzept der Planetenrad-Bauweise übertrug Schaeffler auch auf die achsparallele Antriebsvariante der Vorderachse. Auch dieses Konzept ist auf ein Eingangsmoment von 400 Newtonmeter ausgelegt und lässt sich mit einer optionalen Parksperre kombinieren.
Seit Anfang dieses Jahres produziert Schaeffler auch Zwei-Gang-Getriebe für den asiatischen Markt. Zum Ende des Jahres wird die Produktionslinie nach Asien verlagert. Im zweiten Quartal 2019 wird die Produktion eines Getriebes für einen renommierten deutschen Fahrzeughersteller starten. Bis zu 40 000 Getriebeeinheiten werden hierfür im Werk in Herzogenaurach pro Jahr produziert werden.

Was bedeutet das?

Auch bei Schaeffler kommt die Elektromobilität in Fahrt – wofür in Bühl und Herzogenaurach neue Produkte entwickelt werden, die im Idealfall kaum Zusatzbauraum beanspruchen und möglichst wenig wiegen.

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