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Scania Konzept NXT: Autonom, elektrisch und flexibel in der City

Hersteller präsentiert mit dem NXT ein autonom fahrendes, batterieelektrisch angetriebenes Konzeptfahrzeug, das sich schnell vom Bus in ein Liefer- oder Müllsammelfahrzeug umwandeln lassen soll. Bis 2030 soll es serienreif sein. 

Drei in einem: Der NXT soll darstellen, wie künftig Transporteinheiten je nach Bedarf im Tagesverlauf flexibel genutzt werden könnten, als Pendel-Bus, als Liefer-, oder als Recyclingfahrzeug. | Foto: Scania
Drei in einem: Der NXT soll darstellen, wie künftig Transporteinheiten je nach Bedarf im Tagesverlauf flexibel genutzt werden könnten, als Pendel-Bus, als Liefer-, oder als Recyclingfahrzeug. | Foto: Scania
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Johannes Reichel

Der Nutzfahrzeughersteller Scania hat auf dem UITP Global Public Transport Summit in Stockholm (10.-12. Juni 2019) ein autonom fahrendes, elektrisch angetriebenes Konzeptfahrzeug präsentiert, das sich für den urbanen Transport an unterschiedliche Anforderungen anpassen lassen soll. So könne das NXT genannte Fahrzeug etwa morgens Pendler zur Arbeit und abends wieder nach Hause befördern, tagsüber Waren liefern und nachts als Müllabfuhr fungieren, beschreibt der Anbieter. Man habe damit die "DNA des Unternehmens", die Philosophie des modularen Systems, auf eine neue Ebene gebracht.

"Einige dieser Technologien müssen noch weiterentwickelt werden. Uns war es allerdings wichtig, jetzt schon ein Konzeptfahrzeug zu bauen, das die realistisch umsetzbaren Ideen technisch und visuell greifbar macht“, erklärte Scania President und CEO, Henrik Henriksson.

Der NXT soll ab 2030 auf den Markt kommen, verfüge aber über einige laut Henriksson industrieführende Funktionalitäten, die bereits jetzt erhältlich seien. Die vorderen und hinteren Fahrmodule ließen sich beim NXT an der Karosserie eines Busses, eines Verteiler-Lkw oder eines Müllfahrzeugs anbringen. Das Busmodul dieses innovativen Ansatzes ist beim UITP zu sehen.

"Der Warenfluss in den Städten ist derzeit alles andere als optimal, denn Waren werden während der geschäftigsten Zeit am Morgen ausgeliefert, wenn auch die meisten Menschen unterwegs sind. In der Nacht, wenn die Leute schlafen, ist der gewerbliche Transportverkehr allerdings größtenteils aus den Städten verbannt", skizzierte der Hersteller den Hintergrund des Konzepts.

Der acht Meter lange Bus ist als Verbundsystem konzipiert, welches das Gewicht deutlich herabsetzt. Die zylinderförmigen Batteriezellen sind unter dem Fahrzeugboden platziert. Auf diese Weise findet der sonst ungenutzte Raum Verwendung. Dies trägt wiederum zu einer besseren Gewichtsverteilung bei. Dank des geringen Fahrzeuggewichts von weniger als acht Tonnen wird die Reichweite der modernen Batterien auf 245 km geschätzt. Der Hersteller glaubt, dass es mit einem höheren Automatisierungsgrad einfacher sein wird, den öffentlichen Verkehr flexibler zu gestalten.

 

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