Rivian sondiert Fertigung in Europa

Vor allem das für 2022 avisierte E-Zustellfahrzeug für Amazon soll in Europa produziert werden, später auch die B2C-Modelle von Rivian. Im Gespräch sind Standorte in UK, Ungarn und Deutschland.

Rollt der Liefervan auch aus europäischer Fertigung? Gerüchte über ein hiesiges Rivian-Werk machen die Runde. | Foto: Rivian/Amazon
Rollt der Liefervan auch aus europäischer Fertigung? Gerüchte über ein hiesiges Rivian-Werk machen die Runde. | Foto: Rivian/Amazon
Johannes Reichel

Der US-amerikanische Elektro-Nutzfahrzeughersteller Rivian Automotive Inc. hat nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg erste Sondierungen für eine Produktion in Europa vorgenommen. Diese könnte in Großbritannien, Ungarn oder auch in Deutschland oder anderswo außerhalb der EU entstehen, wie die Agentur aus gut informierten Kreisen erfahren haben will. Zuvorderst könnten dort Tranchen der vom Rivian-Partner Amazon bestellten 100.000 elektrisch angetriebenen Zustellfahrzeuge gebaut werden, im weiteren Verlauf auch die Endkundenprodukte der Kalifornier. Rivian steht vor dem Start der Produktion seines vollelektrischen Pick-ups, die im Juni starten soll, gefolgt von einem SUV, der im August in Serie gehen könnte.

Amazon will mit den in enger Kooperation entwickelten Zustellfahrzeugen ab 2022 in die emissionsfreie Belieferung einsteigen. Diese sollen auch im Stammwerk in Normal, Illinois, ab dem vierten Quartal 2021 vom Band rollen. Auf Basis der flexiblen und modularen Rivian-Elektro-Plattform sollen verschiedene Volumenvarianten und Kabinenversionen entstehen. Die Reichweite der E-Vans soll bis zu 241 Kilometer betragen. Rivian war 2009 von R.J. Scaringe als Start-up gegründet worden und wird auch von Ford mit einer Beteiligung unterstützt.

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