Rivian: Rückruf wegen defekter Lenkung

Das amerikanische Start-up muss wegen eines nicht ordnungsgemäß befestigten Verbindungselements über 12.000 Fahrzeuge überprüfen und im Bedarfsfall reparieren.

Gerade erst ausgeliefert, schon soll Besuch vom mobilen Reparaturteam kommen.| Foto: Rivian
Gerade erst ausgeliefert, schon soll Besuch vom mobilen Reparaturteam kommen.| Foto: Rivian
Thomas Kanzler

Etwa 12.200 Rivian der Baureihen R1T (Pick-up), R1S (SUV) und des Lieferwagens EDV (Electric Delivery Van) – und damit fast alle bisher ausgelieferten Fahrzeuge – müssen auf Geheiß der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde kontrolliert werden. Die NHSTA (National Highway Traffic Safety Administration) befürchtet ein erhöhtes Sicherheitsrisiko und ordnete eien Rückrufaktion für 12.212 Elektroautos des Herstellers in den USA an.

Das Problem scheinen nicht ordnungsgemäß befestigte Verbindungselemente zwischen Achsschenkel und Querlenker zu sein. Dies kann laut NHSTA zu einem zu großen Radsturz führen. Im schlimmsten Fall könnten sich die Komponenten voneinander lösen. Dies würde zur Folge haben, dass das Fahrzeug nicht mehr Lenkbar wäre. Die Verkehrssicherheitsbehörde gab an, dass sich das Problem durch "übermäßige Geräusche, Vibrationen oder eine Veränderung des Lenkgefühls" ankündige.

Reparatur vor Ort

Betroffenen Autos sollen nicht in die Werkstatt geholt werden. Mobile Teams von Rivian kommen zu den Kunden und überprüfen die fraglichen Teile. Gegebenenfalls soll die Befestigung vor Ort ausgetauscht werden. Rivian verspricht, dass die Aktion nur wenige Minuten in Anspruch nehmen soll. Besitzerinnen und Besitzer der Autos werden voraussichtlich ab dem 24. November 2022 offiziell angeschrieben. Die Reparatur ist für die Rivian-Kunden kostenlos.

Was bedeutet das?

Gerade erst auf dem Markt, schon der erste Rückruf. Das kann zwar jedem Automobilunternehmen passieren – macht bei dem "hochgejazzten" Start-up natürlich aber keinen guten Eindruck. Mal sehen, was das mit dem völlig überteuerten Wert des Unternehmens an der US-Börse macht...

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