Rivian legt fulminanten Börsenstart hin und reiht sich hinter Tesla ein

Der US-Elektro-Pick-up-Hersteller erreicht ein Emissionsvolumen von zwölf Milliarden Euro und ist aus dem Stand mehr Wert als der US-Autobauer Ford, der neben Amazon als Investor hinter dem Unternehmen steht. 

Nur der Anfang: Mit dem Pick-up und SUV startet das US-Unternehmen fulminant in den Markt. Das Zustellfahrzeug für Amazon soll der nächste Streich sein. | Foto: Rivian/
Nur der Anfang: Mit dem Pick-up und SUV startet das US-Unternehmen fulminant in den Markt. Das Zustellfahrzeug für Amazon soll der nächste Streich sein. | Foto: Rivian/
Johannes Reichel

Der US-Elektro-Pick-up- und Nutzfahrzeug-Hersteller Rivian hat bei seinem Börsengang einen fulminanten Start hingelegt und im Aktienkurs den Ausgabepreis um 53 Prozent übertroffen. Mit einem Emissionsvolumen von umgerechnet zwölf Milliarden Euro katapultierte es das Unternehmen, das gerade erst mti einem E-Pick-up R1T sowie E-SUV R1S in den US-Verkauf gestartet ist, auf Platz zwei der branchenweit wertvollsten Firmen hinter Tesla und noch vor General Motors und Ford. Das ist insofern interessant, als Ford als Investor hinter dem Unternehmen steht, erklärt sich aber auch aus dem zweiten großen Unterstützer Amazon. Der Online-Großhändler hält etwa 20 Prozent an Rivian und hat bereits 100.000 Exemplare eines auf Basis der vielseitigen Rivian-Elektroplattform konzipierten maßgeschneiderten Zustellfahrzeugs geordert.

 

Die Auslieferungen des R1T hätten begonnen und man habe für die ersten drei Monate bis zum 30. September bereits Einnahmen verbucht, heißt es von Rivian, das bereits 2009 gegründet wurde. Allerdings seien die Produktionskosten gestiegen, wodurch sich der Nettoverlust in dem Zeitraum erhöhe. Man sei derzeit dabei, die Produktionskapazität zu verdoppeln. Zum 31. Oktober lägen 55.400 Bestellungen für die beiden vollelektrischen Fahrzeugmodelle in USA und Kanada vor. Seit Anfang 2019 sammelte das Unternehmen in diversen Finanzierungsrunden 10,5 Milliarden US-Dollar ein. Die hohe Bewertung an den Börsen erklärt sich aber auch aus einem hohen Barmittelbestand von 13 Milliarden Dollar, der für Investitionen bereitstehe, heißt es von Börsenexperten.

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