Rimac C_Two kommt mit Juice Booster 2 in Serie

Die Juice Technology AG liefert die mobile Ladestation für den Rimac C_Two.

Der Rimac C_Two bringt den Juice Booster 2 als Serienausstattung mit. | Foto: Rimac/Juice Technology
Der Rimac C_Two bringt den Juice Booster 2 als Serienausstattung mit. | Foto: Rimac/Juice Technology
Gregor Soller

Ab 2021 startet die Serienproduktion des 1.914 PS starken Rimac C_Two: Er soll in weniger als zwei Sekunden von null auf fast 100 km/h beschleunigen und bis zu 412 km/h Topspeed erreichen. Die Akku- und Motorentechnologie wurde vollständig im Hause Rimac Automobili entwickelt. Das kroatische Unternehmen entwirft, produziert und testet alle wichtigen Komponenten des Fahrzeugs in Eigenregie und optimiert jedes Detail. Rimac Automobili wurde 2009 gegründet und zog bereits bedeutende Investitionen von den größten Autoherstellern der Welt, darunter Porsche und Hyundai-Kia, an. Trotz alledem behält sich das Unternehmen immer noch die Flexibilität und die Vision eines Start-ups. Auf einem ähnlichen Zeit- und Perfektionsstrahl ist die Juice Technology AG unterwegs, welche die Ladetechnik für den C-Two ab Werk liefern wird.

Mate Rimac, Gründer und CEO von Rimac Automobili, freut sich:

„Der Rimac C_Two geht 2021 in die Serienproduktion. Er ist der Höhepunkt all dessen, was ich jemals erreichen wollte und zeigt das einzigartige Leistungspotenzial vollelektrischer Antriebe. Es war schon immer meine Vision, dass die Besitzer eines C_Two kein weiteres Fahrzeug benötigen. Wir haben unermüdlich an jeder einzelnen Komponente dieses Autos gearbeitet, um das Wirklichkeit werden zu lassen. Eine Sache, die wir jedoch nicht kontrollieren können, ist die öffentliche Ladeinfrastruktur. Mit dem Portable Charger von Rimac haben die Besitzer des C_Two nun eine einfache und flexible Lösung, um weltweit laden zu können.“

Der neue Portable Charger wurde von Rimac in der Optik und den Anzeigen an das Hypercar C_Two angepasst und basiert auf dem Juice Booster 2, der laut Christoph Erni, Gründer und CEO von Juice Technology bereits „zigtausendfach getestet und bewährt“ ist. Und nachdem laut Erni für Rimac-Kunden vor allem der Fahrspaß zählen wird, soll die Ladetechnik so einfach wie möglich ausfallen, heißt: Der Portable Charger ist mit den Adaptern und Erweiterungen des Juice Booster 2 kompatibel. Der Rimac C_Two kann so problemlos an jeder Steckdose weltweit geladen werden.

Einfachst zu bedienen

Dazu kommt eine denkbar einfache Bedienung: Das Ladegerät stellt sich selbst automatisch auf die optimale Ladeleistung ein. Eine Überbelastung von Steckdosen ist damit ausgeschlossen.  Besondere Sicherheit bietet der Überhitzungsschutz für Haushaltsteckdosen: Die patentierte Sensorik an den Steckerpins sorgt für risikofreies Laden auch an angejahrten Steckdosen. Außerdem ist der Portable Charger absolut wasserdicht (IP 67) und überfahrbar mit bis zu drei Tonnen Radlast. Und clever gedacht: Der Adapter-Anschlussstecker Juice Connector ist CE-konform und so ausgelegt, dass er auch künftige Funktionen mit abdecken kann.

Wir haben bei Christoph Erni, dem Gründer und CEO von Juice nachgefragt, wie sich die Ladetechnik im Hypercarsegment weiter entwickeln wird.

Herr Erni, nachdem Porsche seine Anteile an Rimac erhöhen möchte und laut Gerüchten auch Bugatti eines Tages über Rimac-Technik verfügen könnte, wäre es doch möglich, dass der Juice Booster eines Tages auch in weiteren Hypercar-Konzernmarken wie Porsche, Lamborghini oder Bugatti zu finden sein werden?

Erni: Ich kann so viel sagen: Der Rimac C_Two ist wirklich ein Leuchtturm in der Fahrzeugbranche und wir sind stolz, zu diesem großartigen Hypercar die Ladetechnik zu liefern.

Genügt das den Ansprüchen der Kundschaft denn? Oder will die nicht lieber Ladedaten im Detail aufs Backend laden und dort auswerten?

Erni: Das wäre dann mit dem Juice Booster 3 theoretisch möglich. Jedoch bin ich der Meinung, dass detaillierte Auswertungen eher für Mobilitäts- und Flottenmanager interessant wären – das ist auch ein wichtiges Verkaufsargument für den Juice Booster 3 air. Die Ladetechnik für Hypercars hingegen muss einfach funktionieren. Wenn ich mir so ein Auto kaufe, dann möchte ich mir darüber keine weiteren Gedanken machen. Es muss funktionieren – einfach, intuitiv und zuverlässig.

Inwiefern hat Rimac Ihr Produkt an das eigene CI angepasst?

Erni: Ganz zu Beginn dachte man über ein eigenes Gehäuse nach, kam aber bald zu dem Schluss, dass die zylindrische Form extrem zeitlos und widerstandsfähig ist. Bei den Details stieg die Rimac-Designabteilung dann aber trotzdem tief in die Gestaltung nach eigenem CI ein: Der Rimac-Schriftzug wird ins Gehäuse eingelasert und das digitale Bedienpanel wurde komplett an die Optik des C_Two angepasst und entsprechend programmiert.

Bringt der C_Two dann den Portable Charger in Serie mit oder als Zubehör?

Erni: In Serie. Kompakter und einfacher kann man nicht laden – überall und mit bis zu 22 kW, womit der C_Two auf jeden Fall über Nacht wieder komplett vollgeladen werden kann – ohne, dass sich der Fahrer nur einen Gedanken über das „ob“ und „wie“ machen muss.

 

Was bedeutet das?

Die Ladestation muss zuverlässig, sicher und einfach bedienbar sein – Punkt! Das geht auch aus Gesprächen mit vielen Kunden und OEMs hervor. Im hochpreisigen Segment dürfte die Ladetechnik künftig zum Serienstand gehören. Sie sollte genauso hochwertig sein wie die Fahrzeuge und dazu so klein, dass sie nicht gerade den halben Kofferraum füllt.

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