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Renault wieder in der Erfolgsspur

Renault ist eines der Vorzeige-Unternehmen in Frankreich. Jetzt vermeldete der Autobauer nach zwei Verlustjahren für 2021 einen Gewinn von 888 Millionen Euro.

Aus dem Imagefilm des E-Mobility Clusters in Nordfrankreich, Fertigungsstätte des neuen Megane E-tech.| Foto: Renault Group
Aus dem Imagefilm des E-Mobility Clusters in Nordfrankreich, Fertigungsstätte des neuen Megane E-tech.| Foto: Renault Group
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Thomas Kanzler

Der französische Konzern war in Pandemiezeiten tief in die roten Zahlen gerutscht. 2020 hatte das Management einen Verlust von acht Milliarden Euro verzeichnet.

Vier Milliarden Euro vom französischen Staat

Der Autohersteller hatte wegen der Corona-Pandemie Kredite des Staates bekommen. Von den vier Milliarden wurde bereits eine Milliarde zurückbezahlt. Für die restlichen Staatshilfen gibt es einen festgelegten Rückzahlungstermin im Jahr 2024. Aufgrund des guten Ergebnisses 2021 möchte Renault aber bereits dieses Jahr weitere zwei Milliarden zurückzahlen und bis 2023 Schuldenfrei beim französischen Staat sein.

Umsatz stieg um 6,3 Prozent

Der Konzernumsatz machte 2021 einen Sprung um 6,3 Prozent auf 42,2 Milliarden Euro. Weltweit wurden 2,7 Millionen Fahrzeuge unter anderem der Marken Renault, Dacia und Lada verkauft. Der Konzern beschäftigt 156.000 Mitarbeiter weltweit.

„Wir haben unsere finanziellen Ziele für 2012 weitgehend übertroffen – trotz des Einflusses von Halbleiterknappheit und steigenden Rohmaterialpreisen“, erklärte Renault CEO Luca de Meo.

Die Aktionäre gehen dieses Jahr allerdings wieder leer aus. Für 2021 wird keine Dividende ausgeschüttet, Vorrang hat die Rückzahlung der staatlichen Hilfszahlungen. Fachleute betonten zudem, eine Verbesserung der Ergebnisse würde von Anlegern an der Börse honoriert werden. Die Renault-Aktien gewannen nach der Pressemitteilung der Absatzzahlen zunächst fast fünf Prozent.

Renaulution ist im Gange

Die Konzernstrategie „Renaulution“ hatte unter anderem zum Ziel, die Marge bis spätestens 2023 auf über drei Prozent zu heben. 2012 konnte die operative Gewinnmarge sogar mit über 3.6 Prozent ausgewiesen werden.

„Mit diesen Ergebnissen für 2021 hat die Renault-Group einen weiteren Schritt bei ihrer Erholung geschafft“, betonte die scheidende CFO Clotilde Delbos.

Delbos wird sich in Zukunft hauptsächlich ihrem CEO-Posten bei der Renault-Marke Mobilize konzentrieren. Ihr Nachfolger, Thierry Piéton, war ist seit 2016 bei Renault und war seit 2020 stellvertretender CFO. Er tritt die Stelle ab 1. März 2022 an. Für dieses Jahr peilt der neue Finanzchef sogar eine Marge von über vier Prozent an.

Chipmangel trübt die Stimmung etwas

Wie viele andere Fahrzeughersteller setzt der Chipmangel auch dem französischen Autobauer schwer zu. Im vergangenen Jahr konnten rund 500.000 Autos wegen fehlender Halbleiter nicht wie geplant gebaut werden. Für das laufende Jahr rechnet Renault mit etwa 300.000 Fahrzeugen, die aufgrund fehlender Chips nicht fertiggestellt werden können.

Was bedeutet das?

Renault investiert enorm ins eMobility Cluster in Nordfrankreich. Dort soll das größte und wettbewerbsfähigste Produktionszentrum für Elektrofahrzeuge in Europa entstehen. Bis 2030 wird Renault dann rein elektrisch unterwegs sein. Und Renault hat mit den Studien zu R4 und R5 gezeigt, dass es noch heiße Eisen im Feuer hat.

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