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Renault, Nissan und Mitsubishi bündeln ihre Kräfte neu

Nachdem zwischenzeitlich Unruhe in die Allianz der drei Hersteller Renault, Nissan und Mitsubishi kam, soll jetzt ein „Generalsekretär“ die Zusammenarbeit wieder verbessern.

 

In Berlin zeigte Renault die neue CMF-Plattform. | Foto: G. Soller
In Berlin zeigte Renault die neue CMF-Plattform. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Das Dreierbündnis aus Renault, Nissan und Mitsubishi stellt sich neu auf: Ein „Generalsekretär“ soll künftig eine Schlüsselposition bei großen strategischen Vorhaben der Allianz inne haben. Das ging aus einer Mitteilung von Renault hervor. Die Allianz werde in den kommenden Wochen über die weiteren Schritte informieren. Insbesondere Nissan steht nach Brancheneinschätzung unter Druck, aber auch Mitsubishi braucht dringend ganz neue Modelle.

Nach der Verhaftung des Automanagers Carlos Ghosn, der das Autobündnis einst schmiedete, geriet nach dessen Verhaftung 2018 in eine Krise. Er war wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen ins Visier der japanischen Justizbehörden geraten, wurde mehrmals wegen weiterer angeblicher Vergehen angeklagt und wurde dann auf Kaution freigelassen. Er hat keinen Einfluss mehr auf das Bündnis. Bei Renault ist jetzt Präsident Jean-Dominique Senard für die Allianz verantwortlich. Zum Bündnis gehören auch die Marken Infinity, Dacia, Samsung Motors, außerdem ist man an Lada beteiligt.

Zuletzt kam vor allem Nissan, einst Stren des Bündnisses unter Druck: Die Japaner sind als Einzige auf allen Märkten relativ stark vertreten – auch in den USA und Kanada. Sie mussten aber in der ersten Hälfte des aktuellen Geschäftsjahres unter anderem auch wegen des starken Yen einen Gewinneinbruch hinnehmen. Deshalb nahm Nissan seine Gewinnprognose zurück. Der Nettogewinn war zwischen April und September um 73,5 Prozent auf umgerechnet 543 Millionen Euro geschrumpft. Auch in Deutschland hat man sich mittlerweile vom Ziel, stärkste japanische Marke zu werden, verabschiedet, zumal auch die Händler unruhig werden. Denn Nissan hat sein Portfolio in den letzten Jahren eher ausgedünnt als ausgeweitet.

Eine Wende soll auch die neue CMF-Elektroplattform bringen, die endlich gemeinsam für alle Marken entwickelt wurde und vom Kompaktwagen bis zum Allradler der oberen Mittelklasse sämtliche Modelle tragen soll.

Was bedeutet das?

Endlich rauft sich das Bündnis zusammen! Viel zu lange kochten Franzosen und Japaner ihre eigenen Süppchen und ließen dabei viele Synergien liegen. Die Suchen mittlerweile fast alle: BMW und Daimler ziehen mit chinesischen Partnern neue Kleinwagenfabriken in China hoch und PSA fusioniert mit FCA – dafür dürfte PSA-CEO Carlos Tavares, einst selbst Renault-Mann, gute Ideen haben. Insofern drängt die Zeit für Renault-Nissan.

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