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Renault: Mit der CMF-Plattform in die Zukunft

Einem kleinen Kreis erläuterte Renault in Berlin seine Elektrifizierungsstrategie

In Berlin präsentierte Renaults Chefelektrifizierer Gilles Normand die neue Plattform. | Foto: G. Soller
In Berlin präsentierte Renaults Chefelektrifizierer Gilles Normand die neue Plattform. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Jetzt hat auch Renault sein hochflexibles „Skateboard“. Gilles Normand, seines Zeichens Renaults Chefstratege in Sachen Elektrifizierung, stellte die neue CMF-EV-Plattform, die zusammen mit Nissan entwickelt wurde, in Berlin vor. Dabei handelt es sich um eine hochmodulare Plattform, die theoretisch für Front-, Heck- und Allradantrieb genutzt werden kann und in Länge, Höhe und Breite skalierbar ist. Der erste Renault könnte ein B-Segment-SUV sein, dass zwischen Captur und Kadjar angesiedelt sein könnte und 2021 Premiere feiern könnte.

Zu den Eckdaten ließ sich Normand nicht viel entlocken, außer dass man Reichweiten von 500 Kilometer plus x plant und ähnlich wie VW auf eine maximale Raumausnutzung zu bezahlbaren Preisen zielt. Ebenfalls einig ist er mit VW bezüglich der Plattformstrategie: Eine modulare Plattform, wie sie PSA oder BMW nutzen, hält er immer für einen Kompromiss, mit dem sich die Vorteile eines reinen E-Fahrzeuges nicht vollständig heben ließen.

Auf die Frage, ob außer dem B-Segment-SUV noch anderes geplant sei, erklärte Normand, dass man ähnlich wie VW mit dem MEB extrem viele Modelle, bis hinauf ins D-Segment darstellen könne, womit es auch für Talisman und Koleos Stromzwillinge geben könnte. Nissan hat auf er Tokio Motorshow bereits angedeutet, welches Auto man ab 2021 auf dieser Plattform herzustellen gedenkt.

Am unteren Ende der Palette will Renault noch den K.ZE aus China weltweit ausrollen: Das Mini-E-SUV kostet dort umgerechnet rund 8000 Euro. Normand erinnert sich:

„Als wir auf einem Meeting die Verkaufsleiter der Regionen außerhalb Asiens befragten, wer noch Interesse am K.ZE hätte, hoben alle die Hand.“

Und auch bei den Nutzfahrzeugen denkt Renault weiter: Die neue Plattform kann auch Vans tragen, wenngleich Normand in den Regionen ab 3,5 Tonnen durchaus die Brennstoffzelle als Alternative sieht, die man ab 2020 in einer Kleinserie bei Master ZE und Kangoo ZE als „Range Extender“ einsetzt. Aktuell seien die Preise jedoch viel zu hoch und für eine TCO-Rechnung uninteressant.

Was bedeutet das?

Auch Renault-Nissan hat (mit Mitsubishi) einen dezidierten Plan für die Zukunft. Und der sieht ähnlich wie bei VW aus: Eine hochflexible E-Plattform soll die drei Marken in die Zukunft tragen.

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