Renault-Kooperationen: Mehr Akku-Know-How mit AESC und Verkor

Langjähriger Nissan-Partner AESC ergänzt das Know-How in Sachen Akku und ein Start-up aus Grenoble soll die Zellfertigung vorantreiben. Feststoffakkus ab 2030.

Gruppe unter Strom: Renault ergänzt seine Akku-Kompetenz mit einem etablierten Player aus dem Nissan-Umfeld und einem Zell-Start-up. | Foto: Renault Group
Gruppe unter Strom: Renault ergänzt seine Akku-Kompetenz mit einem etablierten Player aus dem Nissan-Umfeld und einem Zell-Start-up. | Foto: Renault Group
Johannes Reichel

Der französische Automobilhersteller Renault Group hat zwei weitere Partnerschaften für die Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeug-Batterien im Heimatmarkt Frankreich bekanntgegeben. So erfolgt eine strategische Kooperation mit Envision AESC mit dem Ziel, im französischen Douai (nahe Renault ElectriCity) eine "Gigafactory" für Batterien zu errichten. Als zweite Maßnahme verkündete man die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit dem französischen Start-up-Unternehmen Verkor, mit dem Ziel, Hochleistungsbatterien zu entwickeln und zu fertigen.

Durch die enge Verbindung beider Partnerschaften mit dem Produktionsverbund Renault ElectriCity sollen bis 2030 fast 4.500 direkte Arbeitsplätze in Frankreich entstehen. Gleichzeitig wolle man ein "robustes Ökosystem" für die Batterieherstellung im Herzen Europas schaffen. Beide Partnerschaften sieht man als "wichtige Meilensteine der sogenannten „Renaulution“-Roadmap und der damit verbunden Batterie-Strategie des Unternehmens.

Ergänzung der LG-Kooperation - Feststoffzellen ab 2030 im Blick

Der Anbieter Envision AESC sei langjähriger Partner von Nissan und ein Global Player im Bereich weltweit führender Batterietechnologien und intelligenter, digitalisierter, kohlenstoffarmer Batteriefabriken. Das in Grenoble ansässige Start-up-Unternehmen Verkor ist auf die Entwicklung von Elektrofahrzeug-Batteriezellen spezialisiert. Beide neuen Kooperationen ergänzten bestehende Batterie-Programme innerhalb der Gruppe, insbesondere die Zusammenarbeit mit LG Chem, das derzeit Batteriemodule für Renault und für den kommenden MéganE liefert.

Parallel dazu gebe es laufende Gespräche mit ACC, um möglicherweise ab 2027 dem Ökosystem beizutreten. Auch die Forschung innerhalb der Allianz schreibe weiter voran, um ab 2030 mit dem ASSB-Projekt (All Solid-State Battery technology) eine Festkörperbatterie-Technologie einzusetzen, kündigte man an.

„Unsere Batteriestrategie baut auf der zehnjährigen Erfahrung und den Investitionen der Renault Group in die Wertschöpfungskette der Elektromobilität auf. Die strategischen Partnerschaften mit Envision AESC und Verkor stärken unsere Position erheblich, indem wir die Produktion von einer Million Elektrofahrzeugen in Europa bis 2030 sicherstellen“, glaubt Luca de Meo, CEO der Renault Gruppe.

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