Renault: Auch der R4 könnte neu aufgelegt werden

Laut der Plattform Autocar in Großbritannien könnte dem elektrischen R5 ab 2023 zwei Jahre später auch ein elektrischer R4 folgen. Das Urmodell feiert 2021 seinen 60. Geburtstag.

Designer David Obendorfer gestaltete bereits 2011 eine Retro-Version des R4. | Foto: David Obendorfer
Designer David Obendorfer gestaltete bereits 2011 eine Retro-Version des R4. | Foto: David Obendorfer
Gregor Soller

Das britische Portal Autocar ist ziemlich nah dran an neuen Produkten und berichtet jetzt davon, das die „Renaultlution“ neben dem R5 als Zoe-Nachfolger an 2025 auch einen neuen elektrischen R4 umfassen könnte. Dabei beziehen sich die Briten auf Insiderberichte. Außerdem zitiert Autocar Renault-Chef Luca de Meo, wonach neben dem Renault 5 „die Wiederbelebung von mindestens einem weiteren alten Namen“ geplant sei. Außerdem soll auch Renault-Designchef Gilles Vidal angedeutet haben, dass einige künftige Modelle in einen retro-futuristischen Ansatz nutzen könnten, während der Rest der Produktpalette futuristischer konzipiert würde. Was insofern Sinn machen könnte, als dass Renault mit R4 und R5 (aber auch R16 und Ur-Twingo) einige unverwechselbare Charaktere im Programm hatte, die man heute eher vermisst. Auch das Portal CarAdvice aus Australien berichtet über die neuen „alten“ Wiederkehrer: So könnten der elektrische Renault 5 als „Renault Five“ und der elektrische Renault 4 als „Renault 4Ever“ wieder auf den Markt kommen, womit Renault die abgeschaffte Zahlennomenklatur geschickt umginge.

Der neue „4Ever“ dürfte die gleiche CMF-B EV-Plattform nutzen wie der 5er und die meisten technischen Merkmale teilen, doch laut Autocar würden die Modelle sehr unterschiedlich positioniert: „Eine moderne Interpretation der 4er-Philosophie dürfte ein kleines Elektroauto hervorbringen, das von den Abmessungen her einem kompakten Crossover ähnelt. Damit würde es sich deutlich vom sportlicheren 5er unterscheiden.“ Diese Aussagen sind allerdings reine Spekulation, genauso wie die Unterschiede auch in der Haptik und Ausstattung stattfinden könnten, wie es Fiat bei Panda und 500 macht: Da der raumnutzende, günstig, aber witzig eingerichtete R4, dort der edlere, sportlicher ausgerichtete R5.

Letzterer dürfte definitiv kommen. Das präsentierte Showcar soll auf der neuen Plattform CMF-B EV für elektrische Kompaktfahrzeuge stehen und ab 2023 im Werk Douai gebaut werden und aller Wahrscheinlichkeit nach den Zoe ablösen, der seinerseits ein großer Name im Renault-Programm ist, wenngleich er optisch tatsächlich „verwechselbarer“ daherkommt als einst R4 und R5. Mit dem neuen R4 hätte Renault zudem auch interessantes Flotten- und Sharingmodell im Angebot.

Was bedeutet das?

Neue „alte“ Namen im Renault-Portfolio machen Sinn, denn die aktuelle Palette stellt mit dem Clio zwar einen der Topseller in ganz Europa und wiederholt das beim Zoe im E-Bereich. Doch beide Modelle sind optisch deutlich austauschbarer als es einst R4 und R5 waren.

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