Rekordumsatz: LEVC sieht sich mit dem TX-Konzept bestätigt

Britische Tochter des Geely-Konzerns blickt auf den höchsten Umsatz der Firmengeschichte zurück und will weiter kontinuierlich wachsen - im Taxi- und vor allem im Shuttle-Geschäft.

Brückenbauer: Mit seiner Hybrid-Technologie sieht sich LEVC bestens gewappnet, um die aktuellen und künftigen Anforderungen an City-Shuttles zu erfüllen. | Foto: LEVC
Brückenbauer: Mit seiner Hybrid-Technologie sieht sich LEVC bestens gewappnet, um die aktuellen und künftigen Anforderungen an City-Shuttles zu erfüllen. | Foto: LEVC
Johannes Reichel

Die Geely-Tochter Londoner EV Company (LEVC) hat für 2019 Bilanz gezogen und das zu Ende gehende Jahr mit dem höchsten Umsatz der über 70-jährigen Firmengeschichte abgeschlossen. Seit April 2019 habe man jeden Monat kontinuierlich mehr Exemplare des teilelektrischen TX verkauft, resümierte das Unternehmen. Seit der Markteinführung Anfang 2018 wurden insgesamt 3.000 Einheiten verkauft. Den deutschen Markt sieht man dabei in einer Schlüsselrolle, der von einem Elektro-Motor angetrieben und einem Volvo-Dreizylinder-Otto-Motor als Range Extender unterstützte TX fahre mittlerweile in verschiedenen deutschen Städten, wie in Berlin, Hamburg und Mülheim. Außerdem eröffnete der Hersteller die erste Niederlassung in Frankfurt am Main. Größter Markt für den Anbieter ist aber nach wie vor die britische Hauptstadt London. Darüber hinaus werde das Hybrid-Taxi in über 20 Städten in Großbritannien, in Deutschland, Norwegen, den Niederlanden, Frankreich, Schweden, Hong Kong und Malaysia eingesetzt.

"Der TX ist ein großer Erfolg. LEVC leistet damit einen Beitrag zur Verkehrswende und verbessert den CO2-Fußabdruck unserer Städte weltweit. Mehr als 9.700 Tonnen CO2 werden durch den Einsatz unserer 3.000 TX nicht in Atmosphäre gelangen“, kommentierte Jörg Hofmann, CEO von LEVC.

Man erwarte entsprechend ein Rekordumsatzergebnis für 2019 und sieht das als Beweis dafür, dass die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf Kurs ist. Ziel sei es, der führende europäische Anbieter von "Lösungen für umweltfreundliche kommerzielle Mobilität zu sein", so Hofmann weiter.

Pilotversuch mit induktiver Ladetechnik

In Deutschland sei man dabei, neue Mobilitätslösungen zu erforschen. In Mülheim ist der TX Teil eines wegweisenden neuen Taxi-Ladekonzepts der Universität Duisburg-Essen. Dabei werde das Hybrid-Fahrzeug nicht via eines Ladekabels, sondern über eine Induktions-Ladeplatte aufgeladen. Die Fahrzeuge müssten dafür mit einem Stromaufnehmer ausgerüstet werden, der den Stecker ersetzt. Der so ausgerüstete TX fährt einfach über die Induktionsplatte und wird so aufgeladen. Noch ist dieses System allerdings in der Forschungsphase und der Stromaufnehmer ist vorläufig auch nicht Teil der Standardausrüstung des Fahrzeugs.

Im nächsten Jahr will man das Angebot um einen teilelektrischen PHEV-Van erweitern, der die gleiche serielle Plug-in-Hybrid-Technologie nutzt wie der TX und wie sie etwa auch Ford beim neuen Transit Custom PHEV konzeptionell anwendet. Außerdem will man sich mit dem kürzlich eingeführten TX Shuttle auf die wachsenden Märkte für Fahrgemeinschaften und Shuttle Services in ganz Europa fokussieren. Bis 2022 erwartet der Hersteller, dass 70 Prozent der in Coventry gebauten Fahrzeuge für den Export bestimmt sein werden, während die restlichen 30 Prozent für Großbritannien bestimmt sind. Bis 2024 will das Unternehmen Flotten von Elektrofahrzeugen in Großstädten auf der ganzen Welt betreiben, so die weitere Perspektive.

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