Rekord: China erwartet 2018 über eine Million elektrifizierte Neuzulassungen

Nach den Mai-Verkaufszahlen erwartet der chinesische Verband der Automobilhersteller 2018 erstmals über eine Million verkaufte elektrifizierte Fahrzeuge.

Chinas Elektrifizierung schreitet massiv voran: 2018 dürfte die Millionen-Marke bei den Neuzulassungen geknackt werden. | Foto: G. Soller
Chinas Elektrifizierung schreitet massiv voran: 2018 dürfte die Millionen-Marke bei den Neuzulassungen geknackt werden. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Nach den starken Mai-Verkäufen elektrifizierter Fahrzeuge wagte der Verband die Millionen-Prognose, was die Absatzzahlen an Batterieelektrischen Autos und Plug-in-Hybriden angeht. Damit würde der Absatz der elektrifizierten Modelle gegenüber 2017 um 29 Prozent zulegen.

Im Mai 2018 wurden nach den Angaben des Verbandes rund 102.000 Batterieelektriker und Plug-in-Hybride in China verkauft, wovon 82.000 batterieelektrisch betrieben waren und 20.000 Plug-in-Hybride. In den ersten fünf Monaten stieg der kombinierte EV und Plug-in-Hybrid-Umsatz in China auf 328.000 Modelle, was einen Anstieg von 142 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeuten würde. Die Zahl umfasst 250.000 EVS und 78.000 Plug-in-Hybride.

Die chinesische Regierung möchte die Elektrifizierung ab nächstem Jahr mit einem sogenannten „Carbon-Kredit-Programm“ fördern, um den Absatz von inländischen EV weiter zu fördern. Dagegen sollen direkte Kaufsubventionen für Batterieelektriker und Plug-in-Hybriden ab 2020 auslaufen, um die Staatsausgaben hier wieder zu reduzieren.

Was bedeutet das?

Die Elektrifizierung Chinas schreitet langsam aber sicher voran. So sicher, dass man künftig keine direkten Subventionen mehr geben will, sondern bei den Unterhaltskosten (der Kfz-Steuer) ansetzt, die dank „Carbon-Kredits“ bei elektrifizierten Fahrzeugen geringer ausfallen sollen.

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