reev stattet größtes E-Parkhaus Bayerns mit Ladetechnik aus

Mit einem zu einem Drittel elektrifizierten, solarbetriebenen Parkhaus mit 128 Ladeslots schafft Energieversorger N-ERGIE mit Ladelösungsspezialisten ein Leuchtturmprojekt in Sachen urbaner Ladeinfrastruktur.

Parkzeit ist Ladezeit: Das Parkhaus verfügt über gut ein Drittel elektrifizierter Plätze. | Foto: reev
Parkzeit ist Ladezeit: Das Parkhaus verfügt über gut ein Drittel elektrifizierter Plätze. | Foto: reev
Johannes Reichel

Der Nürnberger Energieversorger N-ERGIE hat das „Parkhaus der Zukunft“ eröffnet und damit das dem Vernehmen nach größte elektrische Parkhaus in Franken und zugleich eines der größten Bayerns. Umgesetzt wurde das Projekt, von dem man sich eine Vorbildfunktion für künftige Quartiers-Parkhäuser erhofft, gemeinsam mit den Münchner Ladelösungs-Experten reev. 128 der 338 Auto-Stellplätze im Gebäude auf 14 Halbgeschossen mit Lademöglichkeiten ausgestattet. Die Park- und Lademöglichkeiten können von Mitarbeitern der N- ERGIE aber auch öffentlich genutzt werden – unter anderem von Anwohnern und Pendlern. Den Strom für die Elektrofahrzeuge liefert das Parkhaus direkt selbst und regenerativ. Auf dem Dach erzeugen PV-Module mit einer Leistung von 100 kWp CO2-frei Strom. Die Batterie mit 100kW Leistung und 112 kWh Speicherkapazität sorgt für die optimale Nutzung der erzeugten Energie. Dazu puffert der Akku die Energie so, dass schnelle Leistungspeaks abgefedert werden können.

Komplexe Technik: Bedarfsgerechte Steuerung je Parkebene

Der Münchner eMobility-Spezialist sorgt, neben der Steuerung und Abrechnung der Ladevorgänge, für das gesamte Energiemanagement inklusive der PV-Anlage und des Batteriespeichers des Quartiers. Für das Lastmanagement betrete man dabei neue Weg, weil nicht nur das Gebäude im Ganzen, sondern jedes der mit Lademöglichkeiten ausgestattete Halbgeschosse über einzelne Unterverteiler betrachtet würden, so der Anbieter. Diese sind ebenen-übergreifend miteinander gekoppelt, um bedarfsgerecht anzusteuern, wie viel Strom auf welcher Parkebene zur Verfügung steht. Zudem ermögliche es die eigenentwickelte Cloud-Software, die gesamte Ladelösung aus der Ferne zu steuern. Erweiterungen und Updates der Ladelösung könnten so flexibel und unkompliziert umgesetzt werden, womit das Projekt auf Jahrzehnte zukunftsfähig bleibe. Bei der Hardware setzt man auf die eMH3 Wallboxen von ABL, dem Ladelösungs-Experten der Metropolregion Nürnberg.

„Mit dem Parkhaus der Zukunft konnten wir nicht nur einen bedeutenden Schritt für die Mobilitätswende in unserer Metropolregion gehen, sondern auch Impulse setzen für die digitalisierte und vernetzte Zukunft der Mobilität“, wirbt Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE.

In einem Projekt dieser Dimension müssten alle Komponenten aufeinander abgestimmt sein, speziell die elektrotechnische Konzeption sei komplex. Auch reev-CEO Eduard Schlutius sieht das Parkhaus als wegweisend für die saubere Mobilität der Zukunft.

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