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Rebike: Gebrauchte Pedelecs bieten großes Verkehrswende-Potenzial

Das Geschäft mit generalüberholten E-Bikes boomt. Das Münchner Start-up Rebike Mobility will sich mit zirkulärem Geschäftsmodell als Europas größter unabhängiger E-Bike-Refurbisher etablieren. Rückenwind gibt Verfügbarkeit von jungen Gebrauchten aus dem Dienstrad-Leasing und verändertes Konsumverhalten.

Professionelle Aufbereitung: Wie neu, aber nicht so teuer - Rebike hat in Kempten eine stetig erweiterte Aufbereitungsanlage eröffnet. | Foto: Rebike
Professionelle Aufbereitung: Wie neu, aber nicht so teuer - Rebike hat in Kempten eine stetig erweiterte Aufbereitungsanlage eröffnet. | Foto: Rebike
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Johannes Reichel

Mit dem Boom auf dem Pedelec-Markt wächst auch die Nachfrage nach "jungen Gebrauchten" und beschert dem Kemptener Start-up Rebike starke Wachstumszahlen. Das Unternehmen sieht den Fahrrad- und E-Bike-Markt vor einer grundlegenden Veränderung. Die fortschreitende Professionalisierung des Gebrauchtmarkts, Verfügbarkeit von „jungen Gebrauchten“ aus beliebten Dienstrad-Leasingverträgen sowie die Langlebigkeit von Premium E-Bikes beflügeln den Gebrauchtmarkt positiv und fördern zirkuläre Geschäftsmodelle, glauben die Unternehmer.

„Wir prognostizieren in den nächsten Jahren die größten Marktveränderungen seit Einführung der E-Bikes! Das Thema junge Gebrauchträder aus Dienstrad-Leasingverträgen wird die gesamte Branche beschäftigen und das Kaufverhalten der Kunden langfristig verändern“, erklärt Rebike Mobility Co-Gründer und CEO Thomas Bernik im Rahmen der Eurobike 2023 in Frankfurt.

Rebike.com sieht sich als die größte zirkuläre Plattform für gebrauchte E-Bikes und profitiert von der starken Nachfrage nach gebrauchten Marken E-Bikes. Jährlich kämen mehr junge gebrauchte E-Bikes aus attraktiven Geschäftsleasingverträgen zurück auf den Markt. Schon jetzt ist jedes vierte neue E-Bike geleast, im Jahr 2025 wird die Zahl der „Rückläufer“ allein in Deutschland schätzungsweise bei über 100.000 E-Bikes liegen. Als unabhängiger Refurbisher übernehme das Unternehmen von Leasinganbietern oder Händlern diese Rückläufer in großer Stückzahl. Zudem komme aus dem eigenen Abo-Geschäft ebike-abo.de regelmäßig E-Bikes zurück.
 

 

Professionell aufbereitet und mit Garantie wiederverkauft, seien sie ähnlich den Jahreswägen im Automobilmarkt für Kunden sehr attraktiv: wie neu aber deutlich günstiger, wirbt der Anbieter. Ein Geschäftsmodell, das wie der gesamte Markt noch am Anfang steht aber großes Potential hat, wie man glaubt. Am Automarkt werden beispielsweise bereits dreimal mehr Autos gebraucht gekauft als neu, führt man an. Dagegen sei der Anteil der verkauften gebrauchten E-Bikes am Gesamtmarkt bislang noch gering und liegt bei unter 5 Prozent. Das werde sich grundlegend ändern, sind die Münchner sich sicher.

„In Zukunft werden refurbished E-Bikes in der Fahrradbranche zum Standardangebot gehören. So werden Ressourcen optimal genutzt und hochwertige Modelle von renommierten Herstellern werden nicht gebraucht verramscht oder ins Ausland abgestoßen. Vielmehr finden sie generalüberholt einen zweiten Besitzer. Auch die Endverbraucher profitieren: Sie können hochwertige Modelle zu attraktiven Preisen kaufen und bekommen geprüfte Qualität inklusive Garantie. Wir sind der größte unabhängige Player in diesem Bereich und werden den Markt mit weiterentwickeln“, erklärt Bernik weiter.

Das Unternehmen hat in Kempten ein neues Refurbishment- und Logistik-Zentrum aufgebaut, dessen Kapazitäten fortlaufend erweitert werden, um der Marktdynamik gerecht zu werden. Mittelfristig sollen hier jährlich 50.000 gebrauchte E-Bikes wiederaufbereitet und an Kunden europaweit ausgeliefert werden.

„Gebrauchte Fahrräder brauchen perfekte Aufbereitung, Garantie und Service sowie professionelle Vermarktung, um mit der Neuware am Markt konkurrieren zu können. Da sind wir bei Rebike hervorragend aufgestellt“, erklärt Sven Erger, Co-Gründer von Rebike Mobility und verantwortlich für das Refurbishment-Center.

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