RAG und HZI entwickeln dezentrale Bio-LNG-Anlagen für Lkw

Mit kleinen dezentralen Bio-LNG-Produktionen wollen die Partner dem fast klimaneutralen Kraftstoff einen weiteren Schub geben, der im Lkw-Bereich aktuell die einzige erschwingliche Diesel-Alternative ist.

Kompakter "Vergaser": Die RAG ULTC Anlage Gampern dient als Blaupause. | Foto: RAG Austria AG/Karin Lohberger Photography
Kompakter "Vergaser": Die RAG ULTC Anlage Gampern dient als Blaupause. | Foto: RAG Austria AG/Karin Lohberger Photography
Johannes Reichel

Die Unternehmen RAG Austria AG (RAG) und Hitachi Zosen Inova AG (HZI) haben einen Kooperationsvertrag zur Weiterentwicklung der Gasverflüssigungstechnologie ULTC (Ultra Low Temperature Conditioning) unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit sei es, Biogas vor Ort in dezentralen klein-skalierten Anlagen (200 bis maximal 1.000 m³/h Rohgas) auf Basis der ULTC-Technologie zu verflüssigen und es so für den Schwerverkehr als Bio-LNG (Liquefied Bio Gas) nutzbar zu machen.

„Diese Kooperation öffnet uns die Türen für weitere Entwicklungen in eine grüne Treibstoffzukunft. Mit der Nutzung von Biogas als Ausgangsprodukt wird das bereits schadstoffarme LNG zu einem erneuerbaren Treibstoff: Bio-LNG“, unterstreicht Markus Mitteregger, CEO RAG Austria AG, die Bedeutung der Kooperation mit Hitachi Zosen Inova AG.

Aus seiner Sicht ist wirtschaftlich LNG bereits heute eine Alternative zum Diesel und werde deshalb von vielen umweltbewussten Transporteuren als Treibstoff eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellem Diesel, könnten die Emissionen von CO2, Stickoxiden und Feinstaub mit LNG im Tank deutlich reduziert werden, wirbt der Manager. Mit Bio-LNG seien die Fahrzeuge sogar nahezu klimaneutral unterwegs. Zudem sinke die Lärmbelastung um rund die Hälfte. Die ersten serienreifen ULTC-Anlagen sollen ab 2022 zur Verfügung stehen.

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