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Quantron hält internationalen Expansionskurs

Der Augsburger Spezialist für batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge vermeldet Erfolge fürs erste Quartal 2023. Umsatz und Entwicklungen der Internationalisierungsstrategie scheinen zu fruchten.

Die Zahlen für das erste Quartal 2023 stimmen zuversichtlich: Der Quantron-Vorstand mit (v.l.): Personalleiter (CHRO) Herbert Robel, Andreas Haller (Gründer und Vorstandsvorsitzender), CEO Michael Perschke und CTO René Wollmann. | Bild: Quantron AG.
Die Zahlen für das erste Quartal 2023 stimmen zuversichtlich: Der Quantron-Vorstand mit (v.l.): Personalleiter (CHRO) Herbert Robel, Andreas Haller (Gründer und Vorstandsvorsitzender), CEO Michael Perschke und CTO René Wollmann. | Bild: Quantron AG.
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Johannes Reichel
von Claudia Leistritz

Als einer der ersten Hersteller von vollelektrischen Lkw, Bussen und Transportern und Spezialist für Wasserstoff-Lkw kann Quantron, 2019 hervorgegangen aus dem bekannten Augsburger Unternehmen Haller Nutzfahrzeuge, auf ein beachtliches Mobilitäts-Know-how zurückgreifen. Der E-Lkw-Experte erhält nach eigenen Angaben Kundenaufträge aus aller Welt und hat sich, ermutigt durch den allgemeinen Zuspruch, letztes Jahr mit einer Firmen-Neugründung (Quantron US) auch am US-amerikanischen Markt positioniert. Das Unternehmen gibt nun seine Geschäftszahlen zum ersten Quartal 2023 bekannt und zeigt sich zuversichtlich.

Wachstumskurs

So wurden in letzter Zeit, um das globale Wachstum weiter anzutreiben, beispielsweise auch mehrere strategische Partnerschaften eingegangen. Aufgrund einer steigenden Nachfrage nach emissionsfreien Mobilitätslösungen, sowohl auf den deutschen wie den internationalen Märkten, konnte das Unternehmen im ersten Quartal 2023 „ein Absatzpotential für 2023 von 165 emissionsfreien Nutzfahrzeugen für den Transport von Personen und Gütern realisieren“, berichtet Quantron in seiner Pressemeldung vom 17. April 2023.

Die Menge an angebotenen Einheiten übertraf den Aussagen zufolge bereits im ersten Quartal dieses Jahres mit rund 1.200 Einheiten das Angebot des gesamten Jahres 2022, das sich auf rund 1.000 Einheiten belief.

Außerdem erhielt das Unternehmen demnach im selben Zeitraum (Q1 2023) vertraglich gesicherte Aufträge in Höhe von rund 23 Millionen Euro.

Förderungen

Auch in Hinsicht auf die Förderanträge für die neue Technologie hat der E-Lkw-Experte Erfolge zu vermelden. So seien in den ersten drei Monaten dieses Jahres in Deutschland für Quantron-Kunden Förderbescheide in Höhe von insgesamt rund 70 Millionen Euro positiv beschieden worden, damit diese ihre Flotten mit „alternativen Null-Emissionsfahrzeugen“ ausstatten könnten. Quantron geht davon aus, dass die Kunden diese Zuschüsse dann auch voll ausschöpfen werden.

Wasserstoff-Partnerschaften in Skandinavien

Mit seiner auf wasserstoffbetriebene Schwer-Lkw bezogenen Initiative „Clean Transportation Alliance“ will Quantron eine Art „Ökosystem“ anbieten, das innerhalb seines bereits für vollelektrische E-Lkw bestehenden Angebots „Quantron-as-a-Service“ (QaaS) alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Wasserstoffflotten sicherstellen will. Dieser Initiative traten kürzlich als strategische Partner und für eine Laufzeit von fünf Jahren zwei weitere Unternehmen aus Skandinavien bei: einerseits die in Ålesund lokalisierte Norwegian Hydrogen AS, die „grünen Wasserstoff“ herstellt und Wasserstofftankstellen betreibt sowie die Westgass Hydrogen AS aus Stavanger, die sich ebenfalls als auf „grüne Energie“ fokussiertes Unternehmen mit weiteren Partnern der Förderung dieser Technologie und Umstellung von fossilen auf alternative Energiequellen verschrieben hat.

Mit diesen Partnerschaften wird ein ganzes Programm ausgerollt, dessen Ziel es laut eigenen Aussagen ist, einerseits die Einführung von wasserstoffbetriebenen Heavy-Duty Trucks in Skandinavien sowie zugleich den dafür erforderlichen Ausbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in den skandinavischen Ländern Norwegen, Island, Schweden, Finnland und Dänemark aufzubauen. Damit solle in dieser Region eine entsprechende „emissionsfreie Logistik“ etabliert werden.

Saudi-Arabien, Spanien, USA

Nicht nur im europäischen Raum, auch global will sich das Unternehmen aus Gersthofen bei Augsburg noch breiter aufstellen. So konnte Quantron innerhalb seiner Internationalisierungsstrategie und in Zusammenarbeit mit seinem Partner Electromin, einem Unternehmen der auf nachhaltige Mobilität spezialisierten Petromin Corporation, bereits einen ersten batterieelektrischen Lkw in das Königreich Saudi-Arabien liefern.

Außerdem gehört seit März 2023 die spanische Firma Ecotruck Services aus Zaragoza als Generalimporteur für den spanischen Markt zum Vertriebsnetzwerk der Quantron AG.

In Bezug auf die Entwicklungen der amerikanischen Tochtergesellschaft Quantron US berichtet das Unternehmen von der geplanten Vorstellung des Prototypen eines wasserstoffbetriebenen Quantron US Class 8 Truck auf der kalifornischen ACT Expo in Anaheim "ab dem 2. Mai 2023".

40 neue Mitarbeiter

Für die Umsetzung seiner Wachstumspläne hat Quantron in den letzten Monaten auch mehrere Experten eingestellt, „aus verschiedenen Industrien mit insgesamt 15 Nationalitäten“, wie es heißt. So stieg die Anzahl an Mitarbeitern von rund 90 im April 2022 auf mittlerweile 130. Bis Ende dieses Jahres sollen zudem noch 20 weitere hinzukommen, verteilt auf die drei Niederlassungen des Mobilitätsunternehmens.

Michael Perschke, CEO von Quantron:

„Die positive Resonanz und das starke Wachstum von Quantron zeigen, dass unsere emissionsfreien Lösungen von Kunden und Partnern weltweit nachgefragt werden. Knapp 70 Millionen Euro liegen nun als genehmigte Förderbescheide bei unseren Kunden. Wir generieren nun direkt und mit Partnern Umsätze in drei Weltregionen – Europa, Mittlerer Osten und USA.“

Fokus auf Fuel-Cell-Schwerlaster

Andreas Haller, Gründer und Vorstandsvorsitzende der Quantron AG, bestätigt, dass führende Flottenkunden das Unternehmen im Auge hätten, vor allem was Produkte für die Brennstoffzelle (Fuel Cell) anginge. Auf diesem Gebiet sehe sich der Lkw-Hersteller als Vorreiter und wolle „seine Technologieführerschaft vor allem im Bereich der 44 Tonnen-Schwerlast-Lkw“ festigen:

„Das Angebot Quantron-as-a-Service mit starken H2-Partnern ist derzeit eines unserer Alleinstellungsmerkmale und wird weiter europaweit ausgebaut.“

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