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PSA/FCA: Tavares will alle Marken fortführen

Zur geplanten Fusion macht der designierte Konzernchef Carlos Tavares eine starke Ansage: Alle Marken sollen behalten werden.

Schon innerhalb der PSA-Gruppe gilt es, mehrere Marken zu managen und zu differenzieren. | Foto: PSA
Schon innerhalb der PSA-Gruppe gilt es, mehrere Marken zu managen und zu differenzieren. | Foto: PSA
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Gregor Soller

Dass Carlos Tavares designierter CEO der fusionierten Konzerne werden soll, ist ein Glücksfall: Denn bisher hat er sich gut darauf verstanden, Marken zu sanieren und diese trotz Plattformstrategie inhaltlich stärker voneinander abzugrenzen. Gegenüber dem französischen Fernsehprogramm "BFM Business" soll Tavares jetzt geäußert haben, dass man in der Fusion keine Marken opfern wolle. Durch die Fusion von FCA und PSA würde der viertgrößte Autobauer der Welt entstehen, mit 13 Marken.

Tavares würde damit nicht mehr nur mit vier Bällen wie bei PSA (Citroen, DS, Peugeot und Opel/Vauxhall), sondern mit 13 Bällen jonglieren, da dann Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Fiat, Jeep, Lancia, Maserati und Ram hinzukämen. Das Problem: Vor allem Chrysler und Lancia existieren nur noch mit zwei respektive einem Modell, außerdem tun sich die US-Brands bis auf Jeep außerhalb ihres Heimatmarktes schwer. Doch das sieht Tavares als Herausforderung. Denn alle hätten eine stolze Vergangenheit, auf der sich eine Zukunft aufbauen lasse: sie alle hätten ihre Geschichte und ihre Stärken. Gleiches gilt für die Werke, von denen keine geschlossen werden sollen.

Vor allem unter den Opel-Beschäftigten ging die Sorge um, da die neue Gruppe unter Tavares jährlich rund 3,7 Milliarden Euro Synergien heben soll. Denn die Regierungen in Paris und Rom verstehen sich seit Jahrzehnten auf den Schutz von Arbeitsplätzen auch in schwach ausgelasteten Fabriken. Das Handelsblatt zitierte jüngst aus einem Rundschreiben des Opel-Betriebsrates, dass die zurückhaltende Investitionsbereitschaft von Opel und PSA in Anbetracht der Fusionsgespräche „in einem anderen Licht" erscheine. Man darf gespannt ein, wie schnell Tavares dann all die Marken in den Griff bekommt.

Was bedeutet das?

Unter einem CEO Tavares könnte die Fusion klappen: Dazu muss der CEO jetzt aber sehr zügig die modernen Plattformen ausfindig machen und möglichst rasch zusätzliche Modelle daraufstellen. Wie das aussehen kann, hat er bei PSA bewiesen, bei FCA ist der Handlungsbedarf in einigen Bereichen aber ungleich größer.    

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