PSA: Neue Elektro-Plattform mit bis zu 650 Kilometer Reichweite

Mit bis zu 50 kWh pro Meter soll die neue eVMP-Architektur für das C- und D-Segment ab 2023 Maßstäbe bei der Kapazität setzen und eine Reichweite von 400 bis 650 Kilometer ermöglichen.

Mehr Saft an Bord: Mit 50 kWh Kapazität pro Meter zwischen den Achsen soll die neue Plattform die Reichweite der kommenden E-Modelle deutlich steigern. | Foto: Groupe PSA
Mehr Saft an Bord: Mit 50 kWh Kapazität pro Meter zwischen den Achsen soll die neue Plattform die Reichweite der kommenden E-Modelle deutlich steigern. | Foto: Groupe PSA
Johannes Reichel

Die Groupe PSA hat ab 2023 eine neue Elektrofahrzeugplattform angekündigt, die mit 50 kWh pro Meter Maßstäbe in Sachen Batteriekapazität setzen soll. Die PSA-Marken sollen auf dieser Basis mit neuen Modellen in den C- und D-Segmenten von der Limousine bis zum SUV in verschiedenen Regionen der Welt auf den Markt kommen. Die Plattform eVMP (Electric Vehicle Modular Platform) bündele das gesamte Entwicklungs-Know-how der Gruppe mit 60 bis 100 kWh eingebetteter Energie und einer optimierten Architektur, die den gesamten Unterboden für die Batterie nutzt, wie der Hersteller mitteilte. Die Reichweite der Fahrzeuge soll je nach Karosserie zwischen 400 bis 650 Kilometern (WLTP-Zyklus) liegen. Um flexibel auf die jeweiligen Mobilitätsbedürfnisse weltweit eingehen zu können, seien auch Hybrid-Varianten auf der Basis für bestimmte Märkte geplant.

„F&E- sowie Industrialisierungsinvestitionen konnten deutlich gesenkt werden. Diese globale Plattform ermöglicht die Entwicklung einer Reihe von Fahrzeugen, die die Umwelt schonen und Fahrspaß sowie Sicherheit an Bord garantieren", kommentierte Nicolas Morel, Forschungs- und Entwicklungsdirektor der Groupe PSA.

Neben der technischen Leistungsfähigkeit sei die eVMP-Plattform auch aufgrund der Optimierung von F&E- und Industrialisierungskosten effizient, verspricht der Hersteller. Dies werde durch den Einsatz bestimmter Baugruppen und bestehender Hochleistungs-Batteriemodule ermöglicht. Darüber hinaus habe man den industriellen Prozess untersucht, "um größtmögliche Synergien mit den vorhandenen Ressourcen in den Werken zu erzielen und somit die Investitionen zu begrenzen", wie der Hersteller formuliert. Elektrische Komponenten würden bereits inhäusig produziert. Nach derselben "Logik der Vertikalisierung" soll diese Plattform die innerhalb der Groupe PSA oder in ihren Joint Ventures für E-Motoren- bzw. für die Batteriezellen entwickelten und hergestellten Komponenten ergänzen.



 

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