Posen bestellt 37 Solaris Urbino electric

Der Auftragswert beträgt mehr als 90 Mio. PLN netto (20,2 Mio. Euro).

Im kommenden Jahr werden 37 E-Busse von Solaris nach Polen geliefert. | Foto: Solaris
Im kommenden Jahr werden 37 E-Busse von Solaris nach Polen geliefert. | Foto: Solaris
Claus Bünnagel

MPK Poznań hat bei Solaris 37 E-Busse bestellt – 31 Solos und sechs Gelenkbusse vom Typ Urbino electric. Sie werden ab Herbst 2021 ausgeliefert. Der Auftragswert beträgt mehr als 90 Mio. PLN netto (20,2 Mio. Euro). Es ist für Solaris die zweite Order elektrischer Busse aus Posen, nachdem 21 Einheiten bereits seit einigen Monaten dort unterwegs sind.

Diese Aktivitäten sind Teil eines umfassenden Programms: Strategie zur Entwicklung der Elektromobilität für die Stadt Posen 2035. Deren Hauptziel ist die Weiterentwicklung der Elektromobilitätpolitik und die nachhaltige Entwicklung von Verkehr und Mobilität in Posen zu unterstützen. (Oberbürgermeister Jacek Jaśkowiak)

OppCharger

Alle 37 Fahrzeuge werden mit den Solaris High-Power-Batterien ausgestattet, die für die schnelle Ladung ausgelegt sind. Bei den Urbino 12 werden es vier Batteriepacks mit einer Kapazität von mehr als 120 kWh sein. Die Gelenkbusse besitzen sechs Batteriepacks mit einer Kapazität von über 180 kWh. Während des Tages werden die Batterien mittels Pantografladestationen aufgeladen, die sich bereits heute an den Busbahnhöfen Os. Sobieskiego und Garbary befinden. Zukünftig sollen dort noch zusätzliche Ladegeräte montiert werden. Darüber hinaus werden auch der Busbahnhof Górczyn und der Bushof in der Kacza Straße mit neuen Ladegeräten ausgestattet. Derzeit werden die elektrischen Fahrzeuge noch per Stecker nachts im Bushof in der Warszawska Straße geladen. 

Einsatz eines SiC-Spannungswandlers

Die neu bestellten Solaris-Busse werden ähnlich wie ihre Vorgänger ausgerüstet. Angetrieben werden die Urbino electric durch eine Elektroachse mit zwei integrierten Motoren und einer Leistung von je 125 kW. Eine Neuheit ist der Einsatz eines SiC-Spannungswandlers, der unter Anwendung einer auf Siliziumkarbid basierenden Technologie entwickelt wurde, was den Energieverbrauch im Bus reduzieren soll. 

Reichhaltige Ausstattung

Die klimatisierten Fahrzeuge werden durch ein System von Innenkameras und – zum ersten Mal in den Bussen für Posen – auch von Außenkameras, die die rechte Busseite und den Pantografen „beobachten“, überwacht. Um Fahrgästen noch mehr Komfort zu bieten, wird ihnen an Bord ein ausgebautes Fahrgastinformationssystem zur Verfügung stehen, das aus Fahrtzielanzeigen, Displays im Businneren, einem System von Haltestellenansagen und Displays, auf denen Informationen vom Betreiber angezeigt werden, besteht. Die komplett niederflurigen Fahrzeuge werden zusätzlich noch über Sonderflächen für Rollstuhlfahrer verfügen. MPK sorgte auch für den Platz für Fahrräder und USB-Ladebuchsen wie auch für die Türbeleuchtung. 

Gut gefüllte Auftragsbücher

Das Auftragsbuch von Solaris hinsichtlich von E-Bussen umfasst derzeit ca. 1.000 Einheiten, die der Hersteller bereits in 18 Länder verkauft hat. Polen belegt den 5. Platz in Europa in Hinsicht auf die Anzahl von Elektrobussen in Städten. Solaris stellt ca. 70 % aller Elektrobusse für den heimischen Markt.

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