Porsche will mit Gebäude die Luft reinigen

Die „Zero Impact Factory“ nimmt Porsche ernst und setzt auf Teilen der Fassade des neuen Taycan-Werkes erstmals eine Stickstoffdioxid-schluckende Oberflächentechnologie ein.

Auf (vorerst) 126 Quadratmetern wird die Luft gereinigt. | Foto: Porsche
Auf (vorerst) 126 Quadratmetern wird die Luft gereinigt. | Foto: Porsche
Gregor Soller

Ein Fabrikgebäude als Luftreiniger: Diese Option testet Porsche an der Fassade der neuen Taycan-Fertigung. Zum Einsatz kommen hier mit Titandioxid beschichtete Aluminium-Fassadenelemente. Deren Beschichtung wirkt als Katalysator und spaltet bei Sonneneinstrahlung und bereits geringer Luftfeuchtigkeit die aufgenommenen Schadstoff-Partikel in die unschädlichen Bestandteile Wasser und Nitrat. In einem ersten Pilotprojekt testet Porsche die NOx-absorbierende Hightech-Fassade auf einer 126 Quadratmeter großen Fläche. Bereits auf diesem Areal in der Größe von zehn Parkplätzen soll diese Bauweise die Luft so stark reinigen wie zehn Bäume. „Wenn die Auswertung der Ergebnisse unsere Erwartungen bestätigt, steht dem Einsatz der Stickstoffdioxid-absorbierenden Oberflächentechnologie an weiteren Gebäuden und Flächen nichts im Wege“, sagt Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik der Porsche AG. Laut Pressesprecher Jörg Walz wurde mit dieser Fläche als Pilotprojekt gestartet: Wenn das vielversprechend läuft und auch unsere anschließenden Untersuchungen positiv sind, steht einem Ausbau dieser Technologie auf anderen Gebäuden und Flächen nichts im Wege."

Was bedeutet das?

Porsche legt auch beim Bau neuer Gebäude und Produktionsanlagen großes Augenmerk auf Nachhaltigkeit. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) verlieh dem Sportwagenhersteller jüngst eine Auszeichnung in Platin für den Neubau des Motorenwerks.

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