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Porsche Taycan: Zukunft

Schon 2020 sollen weitere Derivate die Taycan-Baureihe ergänzen.

Taycan Turbo und Turbo S sind nur die ersten Vorboten einer ganzen Familie. | Foto: G. Soller
Taycan Turbo und Turbo S sind nur die ersten Vorboten einer ganzen Familie. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Taycan-Baureihensprecher Mayk Wienkötter wird auch 2020 viel zu sprechen haben. Denn was Derivate angeht, sei Porsche kreativ. Nach der Markteinfürung der Topmodelle Taycan Turbo und Turbo S werden bald „Basisvarainten“ nachgereicht, die wir jetzt mal Taycan 4, Taycan 4S und Taycan 4GTS nennen. Auch sie werden wieder nahe an die Panamera-Modelle herangepreist werden, allerdings nicht unter 100.000 Euro brutto zu haben sein – womit der Taycan netto bei gut 81.000 Euro starten wird. Und dazu eine Leasingrate von 899 Euro für Flotten?

Nein – es werde immer eine eins vor der vierstelligen Rate stehen, lässt Wienkötter schon jetzt durchblicken und außerdem kämen die Basismodelle seiner Meinung nach ohnehin „zu früh“: Denn schon jetzt habe man die Kapazität von 20.000 auf rund 30.000 Einheiten im Jahr erhöht – nur für die Nachfrage nach den Topmodellen. Und nähert sich damit schon der Ikone 911, die rund 35.000 mal produziert wird. Weitere fest geplante Variante: Der Taycan „CrossTourismo“. Auch er könnte noch zum Herbst 2020 serienreif sein.

Die „Einsteiger“ werden einen kleineren Akku mit rund 84 kWh Kapazität bekommen – dafür fällt laut Wienkötter die obere Lage unter der Rücksitzbank weg. Das hilft etwas beim Gewicht und dürfte je nach Fahrweise rund 50 Kilometer Reichweite kosten. Trotzdem sollten auch in der Basis gut 300 Kilometer drin sein.

Der Taycan, der übrigens noch nicht auf der PPE-Plattform steht, wird übrigens auch die Basis für Audis viertüriges elektrisches Sportcoupé bieten, das ebenfalls flach geduckt antreten wird. Darüber hinaus arbeiten die Teams von Porsche und Audi weiter am PPE-Baukasten, der die Basis für den neuen E-Macan bilden wird. Kann das gut gehen? Wienkötter lächelt: „Es muss! Die Kopperation ist alternativlos!“ Weshalb Audi-Techniker nach Weissach entsandt wurden und Porsche-Mitarbeiter nach Ingolstadt.

Ob und inwiefern auch Bentley und Lamborghini von den neuen Porsche-Entwicklungen profitieren, wagt Wienkötter noch nicht zu prognostizieren. Wichtig sei jedoch, dass sich die Luxuslabels klar aufstellen, denn künftig werde es nicht einfacher für sie. Porsche hat das bereits getan: Und führt neben den Verbrennern die Stromer ein – oder ersetzt Erstere durch Letztere, so wie es beim Macan passieren wird. Um die Infrastruktur macht sich Wienkötter keine Sorgen: Für den aktuellen Bedarf stehe sie und wenn mehr E-Autos in den Markt kommen, ergäben sich sofort neue Businesscases – durch die auch die Infrastruktur wachsen werde.

Dazu kommt die strategische Beteligung an Rimac: Denn die Kroaten haben sich hinter den Kulissen als Treiber in Sachen effizienter e-Mobilität erwiesen und viel Know-How aufgebaut. Von dem man auch bei Porsche profitieren wolle.

Was bedeutet das?

Analog zu VW stellt Porsche seine Stromer auf – und geht dabei erstaunlich konsequent vor. Zumal man mit dem Taycan einen scharfen Pfeil im Köcher hat. Er dürfte durchaus auch bei Businessflotten eine populäre Alternative werden.

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