Porsche Taycan Vergleich: Schnell, schneller am schnellsten

Gibt es eine Steigerung von „schnell“? Schon die „Basis“-Version des Taycan geht ab wie aufgezogen. Aber es geht noch rasanter, wie unser Azubi und Auto-Freak Robin Lang erfahren und erleben durfte. Schwindelig wurde ihm da nicht nur wegen der Preise. Dass es mal Verbrenner gab, hat er jetzt vergessen.  

An Board eines Porsche Taycan Turbo S
An Board eines Porsche Taycan Turbo S
Robin Lang

„Klack“, mit einem wuchtigen, dumpfen Schlag schließt sich die Tür des Porsche Taycan 4S. Ich nehme einen wertigen Ledergeruch wahr, wenngleich die Optik des Modells fast wie eine „Sparversion“  wirkt, denn das hier ist eben der Taycan 4S. Sage und schreibe 77.836 Euro mehr kostet der Taycan Turbo S zum "Basis-Stromer" 4S. Einmal im Sport Plus Modus das rechte Pedal durchgetreten, auf der Landstraße im oberösterreichischen Burgkirchen und es pressen einen 520 Pferde in den sonderausgestatteten Sportsitz mit 18-fachen elektrischen Verstellmöglichkeiten. Nach einem Blick ins gebogene, freistehende Curved-Digital-Display stelle ich etwa 1 bis 2 km/h zu viel als erlaubt fest und lasse die monströse Stahlbremse ihren Job machen. Und das kann sie richtig gut! Ob sich da die 8.711,60 Euro teure Keramikbremsanlage, die im Turbo S Serie ist, lohnt?

Nach all den Horizontalkräften wird es Zeit für ein paar Schleifen. Der Taycan legt sich dank dem tiefen Schwerpunkt und dem Luftfahrwerk mit aktivem Wankausgleich geschmeidig in die Kurve und vermittelt mir selbst bei hohen Kurvengeschwindigkeiten ein extrem sicheres und präzises Gefühl. Beim Taycan werden also keine Porsche-Tugenden vernachlässigt. Das Auto fährt einfach unfassbar gut.  

Kommen wir zum Vergleich: Um den 4S ungefähr auf Turbo S-Niveau auszustatten, werden etwa 30.000 fällig. Damit kostet der 4S 130.000 Euro, die größere Performance-Batterie inbegriffen. Wir halten fest: Um einen wirklich potenten, top verarbeiteten Elektro- Sportwagen zu erhalten, bei dem man wirklich nur sehr geringfügig Abstriche machen muss, verlangen die Zuffenhausener 130.000 Euro.

Ist das viel? Ganz ehrlich… Nein! Um den Turbo auf etwa demselben Niveau auszustatten, werden 25.000 Euro mehr verlangt. Was hat man dann am Ende mehr? 110 PS und eine leicht sportlichere Optik. Fast schon frech wird es dann beim Turbo S, der mit ungefähr 50.000 Euro um einiges teurer ist als der gut ausgestattete 4S und dafür 231 PS mehr bietet und immerhin die Keramik-Bremse und Carbon am Exterieur in petto hat. Lohnt sich das?

Einen ausführlichen Fahr- und wahren Erlebnisbericht von einem Tag im Drift, samt Fazit und genaueren Informationen präsentieren wir Ihnen Ausgabe 1/21 der VISION mobility.

 

 

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