Porsche: Riesen-CUV mit drei Sitzreihen

Laut Automotive News plant Porsche ein großes Elektro-SUV mit drei Sitzreihen vor allem für den US-Markt

Wild: Schon mit Sonderversionen des Cayenne wechselte Porsche vom Track- in den Dirt-Modus. | Foto: Porsche
Wild: Schon mit Sonderversionen des Cayenne wechselte Porsche vom Track- in den Dirt-Modus. | Foto: Porsche
Gregor Soller

Einst waren schon vier Türen ein Schock für harte Porsche-Fans, jetzt dürfen es auch drei Sitzreihen: Die einstige Sportwagenmarke stellt ihre Modellpalette auf Elektroantrieb und Limousinen sowie SUV respektive CUV um. Lediglich der 911er soll noch möglichst lange als Verbrenner laufen. Laut Automobilwoche soll der Crossover mit drei Sitzreihen als Spitzenmodell oberhalb des Cayenne stehen. In den USA könnte der Wagen mit dem Codenamen K1 ab 2026 starten, auf dem Heimatmarkt eventuell 2025.

Porsche-Manager zeigten US-Händlern laut dem Bericht im vergangenen Jahr einen Entwurf des neuen Modells. Ein Händler habe es als eine neue Art von Fahrzeug beschrieben, das „teils Limousine, teils Crossover“ sei und ein „schnittiges“ Profil habe. Es sei sehr „unporschig“ und anders als Macan oder Cayenne und habe trotz dreier Sitzreihen ein flach zulaufendes Heck. Es soll laut Porsche die Technologie des 2021 vorgestellten Rennwagens Mission R übernehmen, der einen Ausblick auf die Elektro-Zukunft der kleinen Sportwagen Boxster und Cayman sowie das künftige Design der Marke gibt.

Neben einer neuen Hochleistungsbatterie verfügte der Mission R über ein 920-Volt-Bordnetz, um die Ladezeiten zu verkürzen. Der K1 werde auch den direkt ölgekühlten Elektromotor des Mission R enthalten, so Automotive News. Mehr hat das Autoportal bisher nicht zu der neuen Baureihe ein Erfahrung gebracht.

Firmenchef Oliver Blume hat bereits im Juli 2022 bei einer Investorenveranstaltung angekündigt:

„Wir planen, unser attraktives Portfolio um ein neues, vollelektrisches Luxus-SUV zu erweitern, das in Leipzig vom Band laufen wird. Damit werden wir unsere Position im automobilen Luxussegment weiter ausbauen. Wir zielen vor allem auf die margenstärkeren Segmente ab und wollen so neue Absatzchancen erschließen“.

Ob und in wieweit sich Synergien zu Audi oder Bentley finden lassen ist noch offen – wenngleich das Sinn machen würde –ebenso wie ein Ableger für Bugatti oder Rimac. Optionen hat man also viele.

Was bedeutet das?

Ein großes dreireihiges SUV – hartgesottenen Porsche-Fans bleibt nichts erspart – doch in China und den USA liebt man so etwas als Chauffeurslimousine – warum sollte man an diesem Geschäft nicht teilhaben. Man darf gespannt sein, wie viel Platz die dritte reihe tatsächlich bieten wird – denn bei einem flach abfallenden Heck tut man sich dann schwer mit Kopffreiheit. Und mit der Tatsache, Porsche weiter als Sportwagenmarke zu verkaufen: Sportliche Premiummarke träfe es besser. Aber das sind Ferrari, Bentley, Lotus, BMW oder Maserati oder oder oder inzwischen ja auch…zumal viele solvente Kunden ein Modell ihrer (Ex-)Sportwagenmarke mit mehr Platz schätzen und das gern kaufen. 

 

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