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Porsche platziert grünes Schuldscheindarlehen

Erste Transaktion dieser Art durch einen Automobilhersteller. Das Volumen beträgt eine Milliarde Euro.

Porsche investiert in nachhaltige Produktion. | Foto: Porsche
Porsche investiert in nachhaltige Produktion. | Foto: Porsche
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Gregor Soller

Mit einem Volumen von einer Milliarde Euro hat die Porsche AG das bis dato größte grüne Schuldscheindarlehen überhaupt begeben. Es ist die erste Transaktion dieser Art durch einen Automobilhersteller: Die Mittel daraus dienen ausschließlich dazu, nachhaltige Projekte zu refinanzieren. Porsche hat seinen grünen Schuldschein in Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren platziert und sowohl mit fester als auch mit variabler Verzinsung angeboten. Die große Nachfrage führte dazu, dass das ursprüngliche Orderbuchvolumen erhöht wurde. Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Finanzen und IT bei Porsche, erklärt den Schritt so:

„Wir beobachten, dass immer mehr Investoren ihr Geld nachhaltig anlegen wollen. Dafür eröffnen wir Kapitalgebern mit dem grünen Schuldschein jetzt eine Möglichkeit.“

Die Mittel aus dieser Transaktion werden ausschließlich zur Finanzierung des Fahrzeugprojekts Porsche Taycan genutzt. Dieser Sportwagen ist der erste vollelektrische Porsche.

„Im derzeit günstigen Kapitalmarktumfeld ist es uns gelungen, das Schuldscheindarlehen zu äußerst attraktiven Konditionen zu platzieren. Das zeigt das große Vertrauen der Investoren in die langfristige Entwicklung unserer Marke und in das Unternehmen Porsche“, so Meschke. Porsche hat ein grünes Projektportfolio von mehr als 2,75 Milliarden Euro identifiziert; davon handelt es sich zu rund 55 Prozent um Kosten für energieeffiziente, ressourcenschonende Produktionsanlagen und zu 45 Prozent um Entwicklungskosten. Zum Zeitpunkt der Schuldscheinbegebung hat das Unternehmen bereits die volle Zuteilung der Mittel im Rahmen des grünen Projektportfolios erreicht. Die Nachhaltigkeit des grünen Projektportfolios sowie dessen Eignung für eine grüne Finanzierung im Rahmen des aktuellen Schuldscheins hat Porsche strengen externen Prüfungen unterzogen – unter anderem durch die renommierte Rating-Agentur ISS ESG sowie die Climate Bond Initiative.

Auch Porsche-Schuldscheine erleben große Nachfrage von internationalen Investoren

An dem Schuldscheindarlehen haben sich mehr als 100 institutionelle Investoren – wie Banken, Pensionsfonds und Versicherungen – beteiligt. Besonders erfreulich war dabei die große Nachfrage von internationalen Investoren, die bisher noch nicht an Schuldscheinplatzierungen von Porsche teilgenommen hatten. Diese kommen vor allem aus dem asiatischen Raum. Die Transaktion wurde von der Landesbank Baden-Württemberg, der Bayern LB sowie der ING arrangiert. Die ING unterstützte darüber hinaus als „Green Advisor“, also als Experte für grüne Schuldscheinemissionen.

Im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie hat Porsche die Vermarktung zusätzlich über die digitale Fremdfinanzierungsplattform „Debtvision“ begleitet. Unternehmen können ihre Schuldscheindarlehen dort effizient und transparent an eine breite Investorenbasis vermarkten.

 

Auch das Projekt Porsche Taycan hat sich für die grüne Finanzierung qualifiziert.

Der vollelektrische Porsche Taycan ist der Kern des grünen Projektportfolios, das sich für die Finanzierung durch grüne Finanzinstrumente qualifiziert hat. Es erfüllt alle Voraussetzungen nach den „Green Bond Principles“ der International Capital Markets Association (ICMA) für die Mittelverwendung in der Kategorie „Clean Transportation“. Dabei ist nicht nur das Ergebnis des Projekts als nachhaltig eingestuft, also der verbrennungs- und emissionsfreie Sportwagen, sondern auch die Entwicklung und Konzeption bis hin zum Bau der modernen Werke sind geprägt von nachhaltigem und ressourcenschonendem Handeln.

Was bedeutet das?

„Grün“ investieren bei einem Autohersteller? Klappt bei Porsche, wo man durch Schuldscheine die Taycan-Fertigung finanziert und die Produktionsanlagen umbaut respektive erweitert.

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