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Porsche Macan nur noch als Stromer?

Porsche könnte den Macan-Nachfolger ebenfalls als reines Elektrofahrzeug bringen.

Künftig noch als "mambagrüner" Stromer? Porsches Macan. | Foto: Porsche
Künftig noch als "mambagrüner" Stromer? Porsches Macan. | Foto: Porsche
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Gregor Soller

Bereits 2018 hat Porsche die Weichen in Richtung Elektromobilität gestellt und die Diesel aus dem Programm gekegelt. Ein Problem sind jetzt aber die Flottenverbräuche, die mit den Benzinern nach oben schießen und sich nur per Plug-In-Hybrid zähmen lassen. Nachdem Letztere bei Cayenne und Panamera doch guten Zuspruch finden, könnte Zuffenhausen in Sachen Elektrifizierung einen Zahn zulegen und den Macan-Nachfolger nur noch als Stromer anbieten.  

Nach Informationen der Plattform Spiegel.de will Porsche den Macan in Zukunft mit vollelektrischem Antrieb produzieren. Dies habe der Aufsichtsrat des Unternehmens bereits Ende vergangenen Jahres beschlossen. Gefertigt werden könnten die ersten E-Macan dann Anfang des nächsten Jahrzehnts in Leipzig, der Verkauf könnte bereits 2022 starten. Der Verbrenner würde dann nur noch für eine Übergangsphase „beigestellt“, auch mit Blick auf verbrennerlastige Exportmärkte. Langfristig solle der Macan aber zur reinen E-Baureihe werden. Laut Spiegel.de soll eine neue Akkutechnik Reichweiten wie beim Benziner ermöglichen. Bis 2025 soll mindestens die Hälfte der aller Porsche mit Elektro- oder elektrifiziertem Antrieb verkauft werden.

Die Krux daran: Porsche arbeitet mit Audi an einem Premium-Elektrobaukasten, der im VW-Konzern über dem MEB angesiedelt wird. Doch es ist fraglich, ob der bis 2022 soweit fertig ist, denn Taycan und e-tron sind noch singuläre Eigenentwicklungen beider Marken. Der fertige Baukasten könnte dann dagegen in viel größeren Stückzahlen auf Audi, Bentley, BMW und eventuell auch Lamborghini ausgerollt werden. Und würde auch den E-Macan viel günstiger machen. Doch nachdem der aktuelle Macan ab 2022 einen Nachfolger brauchen wird und der Nachfolger auch (noch) mit Verbrenner angeboten werden soll, dürfte der nächste Macan noch nicht vom neuen Premium-Elektrobaukasten profitieren.

Was bedeutet das?

Porsche befindet sich aktuell ein bisschen in der Zwickmühle: Akkutechnik, Akzeptanz und Leistung würden einen zügigen Umstieg Richtung E-Mobilität zulassen, doch erst er Baukasten würde diese kostenseitig wirklich attraktiv machen und schnell hohe Stückzahlen erlauben. Auch für Flottenkunden wären E-Macans in Sachen CO2-Bilanz deutlich attraktiver. Davon entkoppeln kann man „Fahrmaschinen“ wie 718 und 911 mit hybridisierten Verbrenner-Boxern, die auf einer eigenen Plattform stehen dürften/könnten.

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