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Porsche bringt Blockchain ins Auto

Porsche holt mit dem Berliner Start-up „XAIN“ Blockchain-Anwendungen ins Auto.

Porsche holt als erster Autohersteller Blockchain in den Pkw. | Foto: Porsche
Porsche holt als erster Autohersteller Blockchain in den Pkw. | Foto: Porsche
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Gregor Soller

Porsche ist der erste Autohersteller, der Blockchain im Auto implementiert. Das geschah zu Testzwecken zuerst in einem Panamera. Die Blockchain ist ein verteiltes Protokoll für Daten-Transaktionen zwischen Geschäftspartnern, das auch den Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum zugrunde liegt. Jede Veränderung ist dort in chronologisch aufeinanderfolgenden Datenblöcken erfasst, transparent und fälschungssicher. Das birgt laut Oliver Döring, Finanzstratege bei Porsche, enormes Potenzial: „Wir können damit Daten schneller und sicherer übertragen und unseren Kunden so in Zukunft noch mehr Komfort bieten, sei es beim Laden, Parken oder um Dritten, wie etwa einem Paketzusteller, temporären Zugang zum Fahrzeug zu gewährleisten.“ Transaktionen, die auf der Blockchain-Technologie basieren, sollen sicher sein und schneller abgewickelt werden können. Dazu gehören Ver- und Entriegelung des Fahrzeugs per App über zeitlich befristete Zugangsberechtigungen ebenso wie ganz neue Geschäftsmodelle durch verschlüsseltes Datenlogging. Auf diese Art können auch autonome Fahrfunktionenen weiterentwickelt werden.


Das Auto wird Teil der Blockchain, sodass eine direkte Verbindung möglich ist, also ohne Umwege über einen Server. Der Prozess des Öffnens und Abschließens des Autos per App ist so mit einer Dauer von 1,6 Sekunden bis zu sechs Mal schneller als bisher. Darüber hinaus findet eine effiziente kryptographische Verschlüsselung statt. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass alle Aktivitäten unveränderbar in der Blockchain dokumentiert und via App einsehbar sind. So können Zugangsberechtigungen auch digital sicher verteilt und jederzeit vom Fahrzeugbesitzer nachverfolgt werden. Der Zugriff funktioniert auch aus der Ferne. Mit der Blockchain kann eine geschützte Verbindung zu Fahrzeugdaten und -funktionalitäten hergestellt werden.

Ein weiterer Vorteil: Drittanbieter können ohne zusätzliche Hardware und lediglich über sogenannte „Smart Contracts“ eingebunden werden. Das sind automatisierte Verträge, die Transaktionen auslösen, wenn vorher definierte Voraussetzungen eintreten. Das bedeutet, dass die Vertragseinhaltung technisch sichergestellt wird. „Mit dieser modernen Technologie unterstützen wir auch unsere Elektromobilitäts-Offensive: angefangen bei der schnelleren, einfacheren und sichereren Authentifizierung an der Ladesäule bis hin zum Bezahlvorgang“, sagt Uwe Michael, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik bei Porsche.  Auch die künstliche Intelligenz kann ausgebaut werden: Mit Hilfe lokaler Daten können regionale Lerneffekte generiert werden, die das Auto dann mit anderen Fahrzeugen teilt. Der Kunde kann Schwarmdaten nutzen, gleichzeitig sind diese aber geschützt. Darüber hinaus arbeitet Porsche an weiteren Anwendungsfällen der Technologie, beispielsweise auch im Umfeld Laden und Parken.

Was bedeutet das?

Blockchain brächte vor allem in Sachen Geschwindigkeit und Sicherheit große Vorteile für alle Beteiligten. Insofern beschreitet Porsche hier einen spannenden und sicheren Weg hinsichtlich der Digitalisierung und Vernetzung.

 

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