Porsche-Bilanz 2019: 15.000 echte Taycan-Bestellungen

Porsche hatte 2019 ein starkes Geschäftsjahr: Die Zuffenhausener konnten Auslieferungen, Umsatz und das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen auf neue Bestmarken steigern. Für 2020 erwartet man ein „herausforderndes Umfeld“.

Porsche-CEO Oliver Blume freut sich über 15.000 unterschriebene Taycan-Kaufverträge. | Foto: Porsche
Porsche-CEO Oliver Blume freut sich über 15.000 unterschriebene Taycan-Kaufverträge. | Foto: Porsche
Gregor Soller

Für Porsche war 2019 ein gutes Jahr. 2019 wurden 280.800 Fahrzeuge an Kunden übergeben, das sind zehn Prozent mehr als 2018. Der Umsatz stieg um elf Prozent auf 28,5 Milliarden Euro, das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen legte im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zu. Die operative Umsatzrendite betrug vor Sondereinflüssen 15,4 Prozent. Die Belegschaft wuchs im selben Zeitraum um zehn Prozent auf 35.429 Mitarbeiter.

Hohe Investitionen in Elektrifizierung

Porsche plant nach eigenen Angaben bis 2024 rund 10 Milliarden Euro in die Hybridisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung seiner Fahrzeuge zu investieren und will sein Angebot im Bereich der Elektromobilität konsequent ausbauen: Als nächstes Modell geht das erste Derivat des Taycan an den Start, der "Cross Turismo".

Außerdm soll die neue Generation des SUV Macan ebenfalls elektrisch angetrieben sein - und damit die zweite rein batteriebetriebene Modellreihe von Porsche werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass Mitte dieses Jahrzehnts bereits die Hälfte der gesamten Produktpalette elektrisch oder teilelektrisch als Plug-in-Hybrid verkauft wird. Porsche-CEO Oliver Blume freut sich auch über das hohe Interesse am Taycan:
 

„Bereits vor unserer Weltpremiere im September hatten wir für den Taycan rund 30.000 ernsthafte Kaufinteressenten. Zwischenzeitlich haben mehr als 15.000 Kunden ihren Kaufvertrag unterschrieben. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Attraktivität des Taycan und unserer Derivate von 911, 718 und Cayenne auch in 2020 eine hohe Nachfrage erreichen können.“

Finanzvorstand Meschke dämpfte allerdings die Erwartungen für 2020:

„Die kommenden Monate erwartet uns ein wirtschaftlich und politisch herausforderndes Umfeld, nicht zuletzt mit Blick auf die Unsicherheiten in Bezug auf das Corona-Virus.“

Trotz sehr hoher Investitionen in die Elektrifizierung der Produktpalette, die Digitalisierung sowie den Ausbau und die Erneuerung der Standorte wolle Porsche aber sicherstellen, dass man den hohen Ertragsanspruch weiterhin erfüllt, so Meschke:

 „Mit Maßnahmen, die zur Effizienzsteigerung beitragen, und indem wir neue profitable Geschäftsfelder erschließen, wollen wir auch in Zukunft unser strategisches Ziel einer operativen Umsatzrendite von 15 Prozent erreichen.“

Was bedeutet das?

Porsche punktet nach wie vor mit hoher Umsatzrendite und darf sich über eine solide „echte“ Nachfrage nach dem Taycan freuen. Wie sich 2020 entwickeln wird, steht allerdings auch bei Porsche in den Sternen.

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