Werbung
Werbung
Werbung

Porsche: Autonom per Tablet auf die Hebebühne

Die Stuttgarter testen autonomes Fahren in der Werkstatt

Bisher nur virtuell dargestellt: Der autonome "Werkstattverkehr" bei Porsche. | Foto: Porsche
Bisher nur virtuell dargestellt: Der autonome "Werkstattverkehr" bei Porsche. | Foto: Porsche
Werbung
Werbung
Gregor Soller

Auch Porsche-Werkstätten können übervoll und eng sein – mit der permanenten Gefahr, das teuren Sportler und SUVs irgendwo anecken können, zumal die mit jeder Generation fülliger werden. Deshalb erprobt Porsche die Nutzung von autonomem Fahren in der unternehmenseigenen Werkstatt. Das Testprojekt ist Teil einer Kooperation im Rahmen der Innovationsplattform Startup Autobahn und soll Mitte 2019 abgeschlossen sein. Dazu installieren die Zuffenhausener in Zusammenarbeit mit dem Start-up „Kopernikus Automotive“ ein Testfeld auf dem Unternehmensgelände in Ludwigsburg. Das junge Unternehmen aus Berlin ist spezialisiert auf Technologie für selbstfahrende Autos. Ziel des gemeinsamen Projekts ist es, Fahrzeuge vollständig autonom von ihrem Parkplatz zur Hebebühne und wieder zurück fahren zu lassen. Mitarbeiter sollen die Sportwagen per Tablet automatisch und zeitsparend an die richtige Position in der Werkstatt manövrieren können.

Das Projekt wird innerhalb von 100 Tagen von Experten der Bereiche Hochautomatisiertes und Assistiertes Fahren sowie Aftersales Technik gemeinsam mit Kopernikus Automotive umgesetzt; Bevor die Fahrzeuge real autonom in die Werkstatt fahren, wurde das Testgelände inklusive der Werkstatt-Umgebung zunächst in eine virtuelle Darstellung überführt. Sie wird genutzt, um ein künstliches „neuronales Netz“ zu trainieren. Hier kommt auch künstliche Intelligenz und automatisches Lernen ins Spiel: Es fährt mehr als eine Million virtuelle Testkilometer und lernt auf Basis realer Rahmendaten eigenständig dazu. Anschließend wird der Anwendungsfall unter realen Bedingungen erprobt. „Unsere Mannschaft soll den Einsatz von autonomem Fahren in der Werkstatt im Testbetrieb erleben. Wir wollen vom Feedback des Teams lernen“, sagt Thomas Eckert, Leiter Produktbeeinflussung Aftersales.

 

Die KI-Technologie soll dann nicht nur für die Fahrzeugorientierung sorgen, sondern auch eigenständig Objekte erkennen und lokalisieren sowie die Pfadplanung durchführen. Umfangreiche Maßnahmen, wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 7 km/h und der zusätzliche Einsatz eines menschlichen Fahrers, gewährleisten die Sicherheit des Testlaufs in der praktischen Umsetzung.

Was bedeutet das?

Die Werkstatt ist ein sehr passendes und relativ zügig umsetzbares Anwendungsfeld autonomen Fahrens. Und eignet sich bestens, das in einem festen Rahmen zügig in die Praxis umzusetzen – zumal Werkstattfläche tendenziell immer knapper und voller wird.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung
Werbung