polisMOBILITY 2022: Kinto startet Leasing-Pilot mit EAV E-Cargobike

Die Mobilitätstochter von Toyota launcht ein Leasing-Projekt für Logistikkunden in seiner Cargobike-Sparte gemeinsam mit dem britischen Hersteller EAV. Dessen vierrädriges Kofferbike war der Eyecatcher auf dem Stand in Köln. Überhaupt scheint bei den Japanern einiges in Bewegung zu geraten.

Leichte Laster: Über die Mobilitätsmarke Kinto steigt Toyota ins Lastenrad-Business ein und kooperiert mit dem britischen Start-up EAV. | Foto: J. Reichel
Leichte Laster: Über die Mobilitätsmarke Kinto steigt Toyota ins Lastenrad-Business ein und kooperiert mit dem britischen Start-up EAV. | Foto: J. Reichel
Johannes Reichel

Cargobikes sind schwer im Kommen. Das hat auch die Mobilitätstochter des Toyota-Konzerns Kinto erkannt und startet jetzt ein Leasing-Pilotprojekt mit gewerblichen Kunden aus der Logistik. Im Rahmen dessen können Kunden das vierrädrige und schwere Lastenrad 2cubed des britischen Herstellers EAV leasen und so unkompliziert und risikofrei in die Dienstleistung mit Lastenrädern einsteigen. Das EAV-Bike mit wettergeschützter, aber von zwei Seiten zugänglicher Kabine, integriertem Kofferaufbau, der mit zwei Kubikmeter etwa so viel Fracht fasst wie ein kleiner Transporter, soll in der urbanen Logistik für höhere Pünktlichkeit und Tempo sowie Zustellung in autofreien Zonen sorgen. Die Zuladung des 2,77 Meter langen und Bikes liegt bei 150 Kilogramm, bei einem Leergewicht von 170 Kilogramm. Die Tretunterstützung des E-Motors von Revonte genügt für bis zu 70 Kilometer, der Akku fasst 2,5 kWh und ist schnell tauschbar. Wie üblich gibt es eine Anfahrhilfe bis 6 km/h, die Unterstützung ist bis 25 km/h wirksam. Das Bike soll nur 0,36 kWh/100 km verbrauchen, den Bruchteil eines E-Transporters und mit 90 ct/100 km sehr kostenschonend sein.

Man stelle eine große Offenheit gegenüber solchen Lastenrad-Lösungen im gewerblichen wie im privaten Bereich fest, meint Tobias Mund, der bei Kinto die Cargobikes verantwortet. Dem wolle man Rechnung tragen, aber mit einem "niedrigschwelligen" Angebot den Einstieg ermöglichen, ohne dass der Nutzer gleich hohe Investitionen tätigen muss. Das Pilotprojekt soll nun weitere Erkenntnisse bringen und eventuell in ein generelles Leasing-Angebot münden. Die Marke Kinto war von Toyota als Mobilitätssparte gegründet worden und ist schon in den Bereichen stationsbasiertes Carsharing, Gewerbe-Leasing und Auto-Abo aktiv. Zudem bietet man eine Pendler-App an, mit der etwa Firmen die CO2-Bilanz ihrer Mitarbeitenden dokumentieren oder sich für gemeinsame Fahrten vernetzen können.

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