Polestar 5: Karosserie und Plattform aus geklebten Aluminiumteilen

Der fünf-türige Elektro GT Polestar 5 bekommt eine maßgeschneiderte Plattform, entwickelt vom britischen Spezialisten-Team in Coventry

Polestar 5 mit geklebter Alukarosserie.| Foto: Polestar
Polestar 5 mit geklebter Alukarosserie.| Foto: Polestar
Thomas Kanzler

Das Polestar Team hat ein innovatives Fertigungsverfahren entwickelt, bei der Karosserie und Plattform gleichzeitig gefertigt werden. Das federführende Entwicklungszentrum wurde erst 2019 eröffnet und startete zunächst mit 60 Mitarbeitern. Mittlerweile besteht das Team aus 280 ehemaligen Formel1, Kleinserien und Sportwagen-Ingenieuren und hat im Herzen des britischen Motorsport Valley in den Midlands den neuen Herstellungsprozess initiiert. In den kommenden Monaten soll das Spezialistenteam sogar auf etwa 500 Ingenieurinnen und Ingenieure anwachsen.

„Wir wollen, dass dieses Auto leicht ist, unsere hohen Qualitätsansprüche erfüllt und wir wollen es vor allem möglichst schnell verwirklichen”, erläutert Pete Allen, Leiter Forschung und Entwicklung bei Polestar UK, die Herausforderung. „Diese Architektur bietet herausragende dynamische und sicherheitsrelevante Eigenschaften mit einer Technologie, die mit geringen Investitionen auf hohe Stückzahlen anwendbar ist.“

Aluminium bietet Leistungs und Umweltvorteile

„Unser britisches Forschungs und Entwicklungsteam ist einer der größten Trümpfe von Polestar“, so Thomas Ingenlath, CEO von Polestar. „Die Mischung aus technischem und technologischem Fachwissen im Team ermöglicht es uns, mit kreativer und innovativer Ingenieurskunst fortschrittliche Leichtbau -Technologie zu entwickeln. Dies wird Polestar in den kommenden Jahren auszeichnen.“

Dank der neuen Technik soll die Rohkarosserie (komplette Plattform und Karosserie) weniger wiegen als jene kleinerer Modelle. Dies soll zu einer verbesserten Fahrzeugeffizienz und damit einer größeren Reichweite und einem dynamischen Ansprechverhalten beitragen. Zugleich legt Polestar großen Wert darauf, dass das hohe Sicherheitsniveau der Marke gewahrt bleibt. Die neue Plattform aus geklebtem Aluminium sorgt auch für eine schnellere Produkteinführung. Eine Karosserie aus geklebten Aluminiumteilen ist zudem leicht und zugleich robust. Bisher hat sich diese Technik jedoch als arbeitsintensiv und schwierig erwiesen. Daher fand es in der Massenproduktion von Fahrzeugen bislang kaum Verwendung.

Was bedeutet das?

Leichtbau ist bei der Elektromobilität ausschlaggebend, um effiziente Mobilität zu erreichen. Leider wird diese aufwändige Konstruktionstechnik, die Polestar bei seinem Modell 5 verwirklicht hat, in absehbarer Zeit nur im Luxussegment Einzug finden.

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