Plugsurfing: Festpreise und Abo-Modell

Auch der Ladenetzpionier bedient den Trend zum Festpreis sowie zum Abo und launcht ein bundesweit einheitliches System, das allerdings nicht sonderlich günstig ist. Vielfahrer sind im Abo besser bedient.

Da weiß man, was man lädt: Auch Plugsurfing kann sich dem Trend zu mehr Transparenz nicht entziehen und startet ein bundesweit einheitliches Tarifsystem. | Foto: Plugsurfing
Da weiß man, was man lädt: Auch Plugsurfing kann sich dem Trend zu mehr Transparenz nicht entziehen und startet ein bundesweit einheitliches Tarifsystem. | Foto: Plugsurfing
Johannes Reichel

Der Ladenetzbetreiber Plugsurfing hat angekündigt, zum 15. Oktober Festpreise in Deutschland einzuführen. Dann soll das Laden pro kWh an AC-Punkten 45 Cent, an DC-Stationen 55 Cent sowie an Ionity-Schnellladesystem 86 Cent kosten. Der eigene Abo-Tarif Plugsurfing Plus sieht nur einen einheitlichen kWh-Tarif vor: Für 19,99 Euro zahlt man für AC- und DC-Ladungen 34 Cent pro kWh  und zwar auch bei Ionity. Vorher lagen die Tarife bei dem 2012 gegründeten Ladenetzpionier je nach Ladesäulenbetreiber verschieden. Die Fixpreise sollen laut Plugsurfing das Tarifchaos beseitigen. Als Alleinstellung sieht man die Festpreise kombiniert mit einer hohen Ladesäulen-Abdeckung.

Allerdings liegt man mit den kommunizierten Tarifen an AC- und DC-Säulen über anderen Anbietern, die Festpreise verlangen. Die EnBW mobility+ im Standard-Tarif veranschlagt 0,38 €/kWh AC und 0,48 €/kWh DC, sogar das Autohersteller-Schnellladekonglomerat IONITY liegt für Spontanladekunden mit 0,79 €/kWh ebenfalls noch günstiger. Vorteil bei Plugsurfing soll allerdings der Komfort mit nur einer Rechnung sein. Bezüglich der Preise verweist der Anbieter auf den „durchschnittlichen Ladespreis von Ladestationen im ganzen Land“ und die Rabatte im Abo.

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