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Peugeot e-2008: Dieser Löwe beißt!

Obwohl er mit 100 kW und 260 Nm eher in der Mitte der 2008er-Modellpalette rangiert, bietet die Elektroversion des 2008 doch am meisten Fahrspaß!

Nach den ersten Testfahrten mit Diesel, Benziner und Elektriker war klar: Der Stromer fährt sich am souveränsten. | Foto: G. Soller
Nach den ersten Testfahrten mit Diesel, Benziner und Elektriker war klar: Der Stromer fährt sich am souveränsten. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Auf dem Papier ist er nicht der Stärkste, in der Praxis aber trotzdem der souveränste: Der e-2008 fährt seinen Verbrennergeschwistern ziemlich zügig um die Ohren: Er ist leiser, spricht direkter an und hat dank des 50-kWh-Akkus einen tieferen Schwerpunkt, was auch dem Komfort zu Gute kommt: Der Stromer fährt sich satter und poltert nicht ganz so hart in Vertiefungen wie die eher straff ausgelegten Geschwister. Im Leergewicht überbietet er diese prinzipbedingt auch etwas – je nach Ausstattung um rund 300 bis 400 Kilogramm, doch mit gut 1600 Kilogramm gehört er noch zu den leichteren Stromern.

Auch beim Verbrauch kann er Maß halten: Die kurze Testetappe mit vielen Steigungen gingen wir durchaus lustvoll und meist im Sportmodus an, trotzdem begnügte sich der e-2008 mit weniger als 21 kWh/100 km. Nutzt man den braven Ecomodus und rekuperiert fleißig, kommt man gut auch unter 20 kWh, viel Vollgas und Serpentienen bedeuten dann aber auch mal 30 kWh/100 km plus x. Die Reichweitenangabe von 310 Kilometer nach WLTP, bedeutet in „echt“ eher 250 Kilometer, darauf muss man sich einstellen.

Womit wir beim Laden sind: Geht am CCS-Schnelllader mit bis zu 100 kW. Dann hat man binnen 30 Minuten wieder 80 Prozent Akkustand erreicht. Mit 50 kW sind es 55 Minuten. AC kann der e-2008 bis zu 11 kW dreiphasig, so dass man dann mit gut fünf Stunden rechnen muss. Bei 4,6 kW gibt Peugeot elf Stunden an, bei 3,2 kW 17 Stunden und an der Haushaltssteckdose werden daraus dann 27…aber Achtung: Die Produktion der dreiphasig ladenden Modelle startet aber erst im März! Und nur die kommen nach Deutschland, weshalb man aktuell eher mit Juli bis August rechnen muss, bis man sein Auto erhält. Die Kapazitäten sind angeblich auch für höhere E-Nachfragen reserviert, dass es keine „ewigen“ Lieferzeiten geben soll. So könnte sich der Löwe 2020 durchaus auch einen größeren Anteil am deutschen Marktanteilskuchen herausbeißen.

Deshalb hat auch Peugeot mittlerweile ein „Komplettbetreuungssystem“ hochgefahren, mit dem einen der lokale Händler mit den lokalen Elektrikern vor Ort bei der Installation einer oder mehrerer (smarter) Wallboxen unterstützt. Weitere Services steuert man über Free2Move ein, unter anderem eine Lade-App mit Zugang zu über 130.000 Ladepunkten in Europa, Easy Charge genannt. Auch Peugeot hat einen Trip-Planer hinterlegt und über Easy Move kann man für längere Trips auch mal einen Verbrenner ausleihen – für „kleines Geld“, wie man bei Peugeot kommuniziert. Aber auch das obliegt dem Händler.

Der Akku, dessen Zellen von CATL kommen, hat 160.000 Kilometer oder acht Jahre Garantie und kostet keinen Platz im Hauptkofferraum. Auch preislich ist der e-2008 attraktiv platziert: Er startet als „Active“ bei 35.250 Euro brutto, das sind gut 29.621 Euro netto. Der Allure kommt auf 37.050 Euro brutto und der GT reißt mit 41.950 Euro brutto leider die magische 40.000-Euro-Marke. Netto liegt man dann bei knapp 31.140 respektive gut 35.250 Euro.

Könnte man dann 2020 noch 6000 Euro Förderung abziehen und könnte man dann auch noch eine 0,25-Prozent-Dienstwagenbesteuerung einrechnen, dürfte der Stromer in den TCO-Kosten mit den Verbrennern gleich ziehen oder gar günstiger werden. Ersteres hat Peugeot in eigenen Berechnungen über vier Jahre und 48.000 Kilometer schon mal bestätigt.

Was bedeutet das?

Obwohl Peugeot den e-2008 auf die „CMP-Mischplattform“ mit Verbrennern stellt, halten sich die Kompromisse hier in Grenzen: Gewicht und Fahrleistungen passen und von allen 2008ern macht er einfach am meisten Spaß! Bedienkonzept und Anzeigen heben ihn erfreulich aus der Masse aller Wettbewerber heraus – insofern wird es nicht bei den geplanten 10 Prozent Anteil am Antriebsmix bleiben!

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